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St. Georgen Herzlicher Empfang für Pfarrerin Ulla Nagel

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Pfarrerin Ulla Nagel verfügt über einen gesunden Humor, wie sie anlässlich ihrer Einführung beweist. Foto: Kommert

St. Georgen - Ulla Nagel hilft für einige Monate in St. Georgen aus, um die durch Pfarrer Scharfenbergs Wechsel freigewordene Stelle temporär zu füllen. Nun wurde sie in einem Gottesdienst offiziell vorgestellt.

Die evangelische Pfarrerin Ulla Nagel wird in der nächsten Zeit feste Vakanz-Vertretung in der evangelischen Kirchengemeinde St. Georgen-Tennenbronn sein. Dies wurde nach dem Weggang des Ehepaares Fritsch und der Elternzeit von Pfarrerin Lisa Interschick notwendig.

Posaunenchor Peterzell begleitet Einführung

Eine Hauptaufgabe werde aber auch die Vakanzvertretung in Peterzell/Langenschiltach sein, da Pfarrer Roland Scharfenberg künftig die Lorenzgemeinde leiten wird, wie Dekan Wolfgang Rüter-Ebel bei der Einführung von Ulla Nagel mitteilte.

In einem der Pandemie geschuldeten Open-Air-Gottesdienst vor dem Ökumenischen Zentrum wurde die Pfarrerin der Gemeinde vorgestellt. Zahlreiche Gottesdienstbesucher aus allen Teilgemeinden sowie Gäste aus ihren früheren Gemeinden Oberbaldingen und Graben-Neudorf erlebten eine trotz der Einschränkungen feierliche Einführung, musikalisch begleitet vom vereinigten Posaunenchor aus Peterzell und St. Georgen sowie Kantor Jochen Keine.

Im weiten Rund saßen die Gläubigen, die die neue Pfarrerin kennenlernen wollten, die auch in ihrer Predigt durchblicken ließ, dass sie einen gesunden Humor besitzt.

Ihren Mann, der ebenfalls Pfarrer war, habe sie bereits in der Oberstufe des Gymnasiums kennengelernt, gemeinsam hätten sie studiert. Nach Vikariat und Heirat kamen vier Kinder, die heute über ganz Deutschland verteilt leben. Seit vielen Jahren hatte sich das Ehepaar eine Pfarrstelle geteilt – zunächst in Oberbaldingen, wo sie 22 Jahre lang bis 2009 waren, danach waren sie bis zum plötzlichen Tod von Bruno Nagel im März 2015 mit einer geteilten Pfarrstelle in Graben-Neudorf, die Ulla Nagel bis Juli allein weiterführte.

Nun ist sie als ständige Vakanzvetreterin nach St. Georgen gekommen, wo sie mit offenen Armen empfangen wurde – allerdings werde sie nicht in der Bergstadt wohnen.

Dekan freut sich über gewagten Neuanfang

"Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne", zitierte die Pfarrerin Hermann Hesse. Es sei für sie merkwürdig, nun in St. Georgen zu stehen – und sie sei auf Unterstützung der haupt- und ehrenamtlichen Gemeindemitglieder ebenso angewiesen wie auf die Mitarbeit aller Gemeindeglieder.

Der Dekan freute sich, dass sie noch einmal einen Neuanfang wagen – der aktuelle Wochenspruch "Lobe den Herrn meine Seele und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat", sei ein guter Vers für Übergänge. "Obwohl uns das Leben manchmal das Loben austreiben will", stellte er fest. Er wünsche ihr, dass sie hier Kraftquellen finden möge.

Die Predigt zum Lukasevangelium verknüpfte sie mit der Biografie von Wilhelm Buntz, der als verurteilter Mörder nur ein Buch in seine Zelle mitnehmen durfte – er entschied sich für die Bibel, um sich aus dem Papier Zigaretten zu drehen.

Er las die Seite, zerpflückte sie und rauchte sie – bis zum Neuen Testament. Dann hatte sie ihn gepackt. Auch Zachäus im Predigttext sei von der Liebe Gottes gepackt worden, er stellte sich wie Buntz seiner Schuld. "Nur Liebe verändert einen Menschen", beurteilte Nagel diese positiven Wirkungen.

Zur Begrüßung erhielt Ulla Nagel von der Kirchengemeinderatsvorsitzenden Daniela Hils eine kleine Sonnenblume, die sich, so Hils, immer nach der Sonne ausrichte.

Am Sonntag, 20. September, gibt es mehrere Gottesdienste: Um 9.30 Uhr wird Pfarrerin Evi Jobst im "Öku" und um 11 Uhr in Tennenbronn Gottesdienst feiern, in der Lorenzkirche findet um 11 Uhr ein Impulse-Gottesdienst mit Lukas Knieß statt, Thema "Immer öfter Vitamin G: Gebet – zum Gähnen oder Genial". Um 15 Uhr wird Pfarrer Roland Scharfenberg in Peterzell verabschiedet.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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