Die sanierte Mehrzweckhalle erstrahlt in neuem Glanz. Nun beschäftigt der Vorhang an der hinteren Bühnenwand der Mehrzweckhalle den Peterzeller Ortschaftsrat. Foto: Dorer Foto: Schwarzwälder Bote

Ortschaftsrat: 3600 Euro für dunkle Variante / Ampel an Bundesstraße birgt Gefahren

Ein Dorfladen, Breitband und "manchmal lebensgefährliche Situationen" an der Ampel bei der Bundesstraße diskutierte der Ortschaftsrat.

St. Georgen-Peterzell. Ein Einwohner beklagte die schlechte Qualität der Straßen nach der Verlegung des Breitbandkabels. Laut Ortsvorsteher Klaus Lauble ist die Baumaßnahme abgeschlossen, soll aber begangen werden um Schäden festzuhalten.

Michael Rapp fragte, ob nicht von der Gemeinde jemand auf Baustellen vorbeischaue. Er erwarte sich etwas mehr Engagement von der Stadt, kritisierte Peter Fichter. Das selbe gilt für die frühere Bundesstraße, wo ihm zufolge Busse fahren, obwohl der Fahrplan laut Lauble etwas anderes vorsieht.

Klaus Lauble gab bekannt, dass die Bauarbeiten am Schoren begonnen haben, aber nur für eine Rechtsabbiegerspur nach St. Georgen. Auf dem Friedhof stehe die Stützmauer für die Urnenwand. Der Bauhof werde mit dem Weg und einem Fundament weitermachen.

Der Rat diskutierte darüber, den Vorhang an der hinteren Bühnenwand der Mehrzweckhalle zu ersetzen. Der Gesangverein "Liederkranz" hatte Lauble auf dessen schlechten Zustand hingewiesen. Der Rat entschied sich nach kurzer Diskussion für eine dunkelgraue Variante. Der Preis von knapp 3600 Euro soll aus dem Budget des Ortsteils beglichen werden. Ebenso wie ein Basketballkorb für die Grundschule. Die Ratsmitglieder entschieden sich für eine zwar teurere, aber aufgrund des verwendeten Materials leisere Variante. Jochen Kitiratschky war unzufrieden damit, dass Peterzell erst mit einem zweiten Bauabschnitt vollständig an Breitband angeschlossen wird beziehungsweise dass es Verspätungen gibt. Laut Bürgermeister Michael Rieger wurde die Ausschreibung gecancelt, da die Ergebnisse 30 Prozent über der Kalkulation lagen. Die Maßnahme werde neu ausgeschrieben.

Michael Lauble sprach von "manchmal lebensgefährlichen Situationen" an der Ampelanlage der Bundesstraße. Vor allem Lastwagen von Villingen kommend würden die rote Ampel ignorieren. Früher oder später werde es dort knallen. Die Beobachtung bestätigten mehrere Ratsmitglieder. Lauble fragte nach Polizeikontrollen. Fichter plädierte für eine Geschwindigkeitsreduktion von 70 auf 50 Stundenkilometer. Die Idee könne man in der nächsten Verkehrsschau einbringen, so Rieger. Michael Otte äußerte Unverständnis darüber, dass die Ampel nicht schon um 20 Uhr abgeschaltet wird. Er berichtete auch von gefährlichen Situation in der für Radfahrer gesperrten Unterführung der Bundesstraße. Man könne Radfahrern zumuten kurz abzusteigen, so Rieger.

Kitiratschky sprach das Thema Nahversorgung und Dorfladen an. Lauble berichtete von entsprechenden Gesprächen und war der Meinung, dass ein Laden funktionieren kann. Er glaube nicht, dass nach drei gescheiterten Versuchen noch ein Laden in die bestehenden Räumlichkeiten komme, so Andreas Joos. Man müsse weiter denken und nicht nur den Tunnelblick auf einen Dorfladen haben. Bei einer Genossenschaft müsse die Gemeinde mit rein, so Fichter zu einer möglichen Alternative.