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St. Georgen Fuhrunternehmer Oskar Beha übergibt Geschäfte

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Ein Generationswechsel steht an: Oskar und Clementine Beha (links) übergeben den Betrieb an Tobias und Jacqueline Bähr.Foto: Käfer Foto: Schwarzwälder Bote

St. Georgen-Peterzell/Unterkirnach. Los ging es für den Fuhrunternehmer Oskar Beha 1978 in Unterkirnach. Doch eigentlich begann die Reise des Unternehmers schon viel früher. In der Landwirtschaft aufgewachsen, lernte der "Karrebu" das Transportgeschäft praktisch schon von Kindesbeinen an.

Seit Jahrzehnten ist Oskar Beha im Transportgeschäft. Die ersten Schritte in der Branche machte er bereits 1978 im "Breitbrunnen" in Unterkirnach. Damals noch "unter freiem Himmel". Seine Lastfahrzeuge hatten noch keine Halle. Der Stellplatz an der Waldlichtung musste genügen.

Doch der Weg des gestandenen Peterzeller Unternehmers war nicht immer so klar vorgezeichnet. In jungen Jahren lernte Beha zunächst den Beruf des Starkstrom-Elektrikers. Eine folgenschwere Entscheidung. Bei Arbeiten an einer Hochspannungsleitung entlang einer Bahnstrecke zog sich der Elektriker schwerste Verbrennungen zu. Mit einem Hubschrauber ging es in eine Spezialklinik nach Ludwigshafen. Sechs Wochen Rekonvaleszenz folgten. Er erholte sich wieder, bleibende Schäden blieben nicht zurück.

Dennoch war es nach Behas Angaben nicht der Unfall, der ihn dazu bewog, beruflich umzuschwenken. Mit der Landwirtschaft aufgewachsen, habe er schon immer mit Fahrzeugen und Gerätschaften zu tun gehabt. Für den "Karrebu", wie Beha sich selbst nennt, lag der Weg zum Fuhrunternehmer damit nahe.

Der Weg in die Selbstständigkeit folgte. Für Beha eine klare Angelegenheit, habe er doch als Subunternehmer hier und da gespürt, "dass nur einer verdient". Diese Entscheidung erwies sich rückblickend als richtig. Gleiches galt auch für den Beschluss des Unternehmers, sich aus dem "normalen Speditionsgeschäft" zu verabschieden. Dort, wo "nichts zu verdienen" sei.

Schon nach kurzer Zeit am neuen Standort in Peterzell – diesen bezog er im Jahr 1994 – setzte Beha mehr und mehr auf Schwer- und Spezialtransporte. Fertighauswände, die von A nach B müssen oder tonnenschwere Bagger, die zum Einsatz auf die nächste Baustelle sollen, gehören seither zum Kerngeschäft des Unternehmens.

Doch damit ist jetzt Schluss – aber eben doch nur fast. Im Juli übergibt Oskar Beha sein Geschäft an Tobias Bähr. Beha beendet seine Rolle als Chef, als Aushilfe möchte er jedoch noch weiterhin seine Touren fahren. Die Mitarbeiter bleiben – und hoffentlich auch die Kunden, wie sich auch der neue Firmeninhaber wünscht. Die neue Firma heißt Bähr Spezialtransporte.

Die Familien Beha und Bähr kennen sich schon viele Jahre. Beha suchte für seine Transportfirma einen Nachfolger. Gleichzeitig fand die Familie Bähr nicht mehr die Bedingungen am alten Firmensitz in Unterkirnach vor, die sie sich wünschten (wir berichteten). Die beiden Familien kamen ins Geschäft.

Beha ist optimistisch, einen würdigen Nachfolger gefunden zu haben: "Leute, die etwas schaffen wollen, findet man immer seltener", sagt der routinierte Transportunternehmer.

Vorbei sind die Zeiten, in denen der "Karrebu" jeden Tag fahren will. Jetzt soll auch wieder mehr Zeit für Urlaub und die Familie sein.

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