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St. Georgen Eine Annonce verändert sein Leben

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Hermann Eichenlaub in seinem zweiten Wohnzimmer, wie er sein Geschäft liebevoll nennt. Foto: Ginter Foto: Schwarzwälder Bote

Am ersten Weihnachtstag feiert Hermann Eichenlaub vom Hör-Studio Eichenlaub einen runden Geburtstag – 80 Jahre wird er alt und ist noch längst nicht müde.

St. Georgen. "Für mich ist das mein zweites Wohnzimmer", sagt Hermann Eichenlaub lachend. Auch weit jenseits seines Renteneinritts steht der rüstige Senior noch fast jeden Tag im Hör-Studio Eichenlaub und kümmert sich um seine Kundschaft. Dem Geschäft wegen hat es ihn vor 50 Jahren überhaupt in die Bergstadt verschlagen – doch ehe es so weit war, ist der Jubilar viel rumgekommen.

Geboren wurde Eichenlaub am 25. Dezember 1939 in Rheinzabern in der Pfalz. "Uhren und Schmuck haben mich schon immer interessiert", erzählt er. So begann er 1954 in Speyer eine Ausbildung zum Uhrmacher, seine Gesellenzeit verbrachte er in Freiburg. Doch auch die Augenoptik faszinierte ihn nachhaltig, wie Eichenlaub berichtet: So absolvierte er anschließend die Ausbildung zum Augenoptiker in Karlsruhe.

Später arbeitete er drei Jahre als Uhrmacher und Augenoptiker in der Schweiz, ehe er in Würzburg den Meistertitel in der Augenoptik erlangte. Kurz darauf sah er die Annonce, die sein Leben verändern sollte: In einer Fachzeitschrift für Uhrmacher wurde in St. Georgen ein Nachfolger für das kleine Uhrengeschäft am Bärenplatz gesucht. Eichenlaub nutzte die Gunst der Stunde und zog mit Ehefrau Genoveva in den Schwarzwald.

"Ich wurde von Anfang an bestens angenommen"

Dann ging alles ganz schnell: Vor rund 50 Jahren, am 1. Januar 1970, eröffnete das St. Georgener Traditionsgeschäft. Mit seiner Ehefrau führte Hermann Eichenlaub das Geschäft, beschäftigte stets einige Mitarbeiter, bildete Lehrlinge aus. Der Laden florierte schnell: "Ich wurde von Anfang an bestens angenommen", berichtet Eichenlaub stolz. Sein Erfolgsrezept? "Die Liebe zum Beruf", sagt er lächelnd. Und: "Vertrauen".

"Ich habe schnell das Vertrauen der Leute gewonnen", betont er. Wichtig sei es ihm immer gewesen, dass seine Familie voll hinter seiner Tätigkeit steht. Von klein auf seien seine drei Kinder mit im Laden gewesen. Ein gutes Verhältnis zu den Angestellten – auch das habe ihm stets am Herzen gelegen. 2001 hat er die Geschäftsführung an seinen Sohn Guido übergeben – und kann dennoch nicht aufhören. "Ich habe den schönsten Beruf", schwärmt der Jubilar noch heute.

Der Jubilar reist gern und verbringt Zeit mit seinen Enkeln

Wenn er mal nicht im Laden steht, reist er gern mit seiner Lebensgefährtin Jenni um die Welt und verbringt die Zeit mit seinen sieben Enkelkindern. Seine Wünsche für die Zukunft? Neben einer "guten Beziehung zu meinem Umfeld" und "Gesundheit" ist das einer, der nicht verwundert: "Ich freue mich, wenn ich noch lange ins Geschäft kann", sagt der Seniorchef lächelnd.

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