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St. Georgen Die Schützengilde spannt den Bogen neu

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Clemens Haas, stellvertretender Vorsitzender der Schützengilde, demonstriert den Umgang mit Pfeil und Bogen.Fotos: Ginter Foto: Schwarzwälder Bote

Mit Bogenschießen, einem Sport für die ganze Familie, will die Schützengilde neue Mitglieder gewinnen.

St. Georgen. Ruhig war es in den letzten Wochen. Wo es sonst knallt und laute Schüsse fallen, wurde das Idyll am Schützenhaus hoch über den Toren der Bergstadt – Corona geschuldet – nicht mehr getrübt. Nun wird es Zeit für den Verein, aus dem Winterschlaf zu erwachen. Einige Mitglieder der Schützengilde haben sich fleißig an die Arbeit gemacht: Bei schönstem Sonnenschein wird geputzt, gemäht und so manche Wand bekommt einen neuen Anstrich.

Mitglieder sollen nach Corona-Pause wieder zum Training animiert werden

"Wir versuchen, unsere Leute dazu zu animieren, dass sie wieder in das Training kommen", erklärt Clemens Haas, stellvertretender Vorsitzender des Vereins, augenzwinkernd. Neben reinen Verschönerungsarbeiten gibt es aber auch essenzielle: So gilt es, alles Corona-konform herzurichten. "Wir versuchen, uns ganz auf den Außenbereich zu forcieren“, erläutert Haas. Denn hier könne der Mindestabstand zwischen den Sportschützen problemlos eingehalten werden. Wann es wieder erlaubt sein wird, den Innenbereich zu nutzen, sei derweil noch unsicher. Denn, so Haas: "Die Corona-Auflagen ändern sich ständig. Es ist schwierig, da hinterher zu kommen." Was durch Corona auch entfällt, sind die Gäste in der vereinsinternen Gaststätte – auch dadurch fehlen dem Schützenverein nun wichtige Einnahmen.

Hinter dem Schützenverein liegt aber nicht nur wegen der Corona-Krise eine wechselhafte Zeit – schließlich gab es Anfang des Jahres einen Wechsel an der Führungsspitze. Nachdem Vorsitzender Manfred Schröder Ende des Jahres zurückgetreten war, übernahm Raphael Weisser das Amt. Nach "Meinungsverschiedenheiten" und dem daraus resultierenden Vorstandswechsel musste man sich "intern erst einmal neu finden", erzählt Clemens Haas, und "alles in geregelte Bahnen bringen". Durch die Corona-Krise sei diese Phase zusätzlich durcheinandergebracht worden.

20-jähriger neuer Vorsitzender soll frischen Wind bringen

"Wir mussten einen Start finden, der allen Anforderungen gerecht wird“, erläutert Vize-Vorsitzende. Nun soll unter dem erst 20-jährigen Raphael Weisser frischer Wind wehen. Auf der Agenda ganz oben: Neue (junge) Mitglieder werben. "Uns fehlt sozusagen das Mittelalter", erklärt Clemens Haas. Leider, so bedauert er, sei es in der heutigen Zeit schwierig, Leute für einen Verein zu begeistern.

Uns fehlt sozusagen das Mittelalter, sagt Clemens Haas

Gelingen soll das nun unter anderem mit einem Angebot, dass der eine oder andere vielleicht gar nicht unbedingt einem Schützenverein zuordnet: Dem Bogenschießen. "Ich denke, viele wissen gar nicht, dass man hier auch Bogenschießen kann", mutmaßt Clemens Haas. Das klassische Schießen sei "leider noch eine Männerdomäne", das Bogenschießen jedoch ein Familiensport, ist Haas überzeugt. Daher sein Appell: "Jeder, der Interesse am Bogenschießen hat, ist herzlich bei uns willkommen." Vielleicht, so hofft Haas, könne man so Familien, die dieses Jahr Corona-bedingt nicht in den Urlaub fahren, auch eine schöne Freizeitaktivität bieten. Das Bogenschießen sei zudem der Gesundheit sehr zuträglich, würde auch oft in Rehakliniken angeboten. "Gerade auch bei Rückenproblemen ist es sehr hilfreich", erklärt Stefan Wehrstein, Schriftführer des Vereins, der an diesem Tag die Wände des Treppenhauses mit neuer Farbe versieht. Clemens Haas möchte zum Abschluss noch die Vorteile des Schießsports erläutern: "Es ist ein positives Erlebnis. Der Körper wird heruntergefahren, die Atmung wird ruhiger." Gerade bei einem stressigen Job, so Haas, eigene er sich gut zum Ausgleich: "Man stärkt die Konzentration und findet zu sich selbst."

Wer nun neugierig geworden ist und Lust hat, das Bogenschießen einmal auszuprobieren, kann sich unter Telefon 0172/7676770 oder unter info@sgi-stgeorgen.de melden.

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