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St. Georgen Der digitale Zwilling in der Lernfabrik

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Wirtschaftsstaatssekretärin Katrin Schütz (von links) übergibt die Auszeichnung an Martin Zimmermann, Geschäftsführer der Imsimity GmbH, und Martin Friedrich, Geschäftsführer des Technologiezentrums. Foto: Storz Foto: Schwarzwälder Bote

Die Imsimity GmbH wurde beim Wettbewerb "100 Orte für Industrie 4.0 in Baden-Württemberg" für ihre innovativen Digitalisierungslösungen wie den digitalen Zwilling ausgezeichnet.

St. Georgen. Die Zukunft gehört der künstlichen Intelligenz – das ist vielen Unternehmen bereits bewusst. Beim Wettbewerb "100 Orte für Industrie 4.0 in Baden-Württemberg" wurden in Stuttgart nun jene 15 Unternehmen im Ländle ausgezeichnet, die mit innovativen Digitalisierungslösungen überzeugen können – und diese bereits erfolgreich in ihre Unternehmenspraxis integriert haben.

Kopf in der Maschine

Initiiert wird der Wettbewerb von der "Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg", ein vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg gefördertes Netzwerk, dessen Ziel es ist, den industriellen Mittelstand in Richtung "Industrie 4.0" – also die umfassende Digitalisierung der industriellen Produktion – unterstützend zu begleiten.

Mit dem Wettbewerb sucht das Netzwerk nach innovativen Konzepten aus der Wirtschaft, die mit der intelligenten Vernetzung von Produktions- und Wertschöpfungsprozessen erfolgreich sind. Einer der Preisträger ist auch die Imsimity GmbH aus St. Georgen. Die Firma bietet Soft- und Hardwarelösungen, die mit Teilbereichen der Künstlichen Intelligenz erweitert werden können.

Das Unternehmen überzeugte mit der "Lernfabrik 4.0 – Produktionsabläufe virtuell erleben". Die Lernfabrik befindet sich in Schwenningen und wurde in Zusammenarbeit mit der dortigen Feintechnikschule vor rund zwei Jahren entwickelt. Mithilfe von Virtual-Reality-Lernmodulen werden hier technische Inhalte vermittelt. Berufsschüler können sich metallverarbeitende Prozesse im Detail anschauen, dabei zum Beispiel auch den Kopf in die Maschine stecken und technische Vorgänge live erleben.

Neue Einblicke möglich

Den Preis haben die St. Georgener nun aber für den "digital twin", den digitalen Zwilling dieser Lernfabrik, erhalten. Denn Imsimity schuf in St. Georgen ein komplettes Abbild der Lernfabrik – virtuell am Computer. Das bietet erhebliche Vorteile: "Den Schülern wird so ein ganz anderer Zugang zu dieser Lernfabrik ermöglicht", erklärt Martin Zimmermann, Geschäftsführer von Imsimity. War die Maschine sonst nur einer kleinen Gruppe von Berufsschülern zugänglich, steht der virtuelle Zwilling nun weltweit zur Verfügung und kann unabhängig von Raum und Zeit genutzt werden – Voraussetzung ist lediglich eine VR-Brille. Das kommt auch den Berufsschülern zugute:

"In der virtuellen Realität können sie so lange wüten und so lange alles testen, wie sie möchten, ohne einer Gefahr ausgesetzt zu sein", beschreibt Zimmermann. Die Schüler bekämen so einen Einblick darin, was künstliche Intelligenz ausmache – ein Feld, das, so Zimmermann, sonst nur "sehr schwer" zu vermitteln sei. "Jeder redet darüber. Aber wenn ich diesen Prozess live erlebe, ist es etwas völlig anderes, als wenn ich ein Buch darüber lese", so Zimmermann.

Über die Auszeichnung ist der Unternehmer sehr glücklich. "Es ist natürlich eine schöne Würdigung unseres Engagements", freut sich Zimmermann. "Es ist toll, wenn kleine, innovative Unternehmen mit guten Ideen wahrgenommen werden – und nicht nur Großkonzerne."

Das betonte auch Wirtschaftsstaatssekretärin Katrin Schütz im Rahmen der Preisverleihung in Stuttgart: "Besonders kleine und mittlere Unternehmen sollen motiviert werden, die realen Chancen durch Industrie 4.0 anzugehen." Die prämierten Lösungen zeigten den Pioniergeist des Bundeslandes bei der Umsetzung von zukunftsweisenden Technologien wie der Künstlichen Intelligenz, so Schütz. "Innovationen zum Anfassen" seien bei der Preisverleihung ausgezeichnet worden. Sie betonte: "Industrie, Mittelstand und Startups in Baden-Württemberg sind auf dem bestem Weg in die digitalisierte Zukunft."

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