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St. Georgen Coronavirus: Seniorenheim lockert Sicherheitsauflagen

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Wie wichtig für Menschen Berührungen sind, zeigen die derzeitigen Corona-Einschränkungen im Altersheim. Foto: Pixabay

St. Georgen - Gute Nachrichten aus dem Lorenzhaus: Auch die zweite Corona-Welle, die dort infolge eines vom Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis angeordneten Massentests entdeckt wurde, ist unter Kontrolle.

Wie Markus Schrieder, Geschäftsführer der Evangelischen Altenhilfe, am Freitag gegenüber dem Schwarzwälder Boten berichtete, seien am Mittwoch die letzten Ergebnisse der Nachtestung eingetroffen. "In einem zweiten Anlauf wurden am Montag vor einer Woche noch mal 150 Mitarbeiter und Bewohner getestet", sagt Schrieder. "Alle waren negativ." Trotzdem sei man lediglich "verhalten freudig". Denn der erneute Ausbruch habe gezeigt, dass man noch lange Zeit mit dem Virus leben müsse.

Aus diesem Grund findet nun sowohl im August-Springer-Weg als auch im Elisabethhaus in der Innenstadt - das bislang noch keinen Corona-Fall hatte - ein Umdenken statt. "Wir arbeiten derzeit an einem aufwendigen Konzept für alle Bereiche, um ein Zusammenleben zu gestalten", erklärt er. Soll heißen: Radikale Maßnahmen wie die Isolation der Senioren oder Besuche durch Plexiglasscheiben sollen bald der Vergangenheit angehören.

Lockerungen mit Appell verbunden

"Im Elisabethhaus gestatten wir dem Besuch schon jetzt wieder ins Haus zu kommen", erklärt Schrieder. Voraussetzung ist eine vorherige telefonische Terminvereinbarung. Darüber hinaus gibt es strenge Sicherheitsregeln, darunter einen kurzen Gesundheitscheck und eine Selbstverpflichtung, in der die Besucher erklären, dass sie keine Krankheitssymptome haben.

Man habe das Konzept mit der Heimaufsicht und dem Gesundheitsamt besprochen, die Landesverordnung lasse diese Besucherregelung wieder zu. "Letztendlich liegt die Verantwortung bei mir", sagt Schrieder. Wie der Geschäftsführer betont, setze man daher auch auf die Besonnenheit der Freunde und Angehörigen. "Diese Lockerung ist auch mit dem Appell verbunden, dass wirklich alle aufpassen und nicht kommen, wenn sie sich nicht gut fühlen", betont Schrieder. "Aber ich bin guter Hoffnung, dass wir das hinkriegen."

Bis Ende nächster Woche sei für das Lorenzhaus nur das Gespräch über die Plexiglasscheibe möglich, ebenso gelte weiterhin trotz negativer Testergebnissen ein Aufnahmestopp. Doch nach Ablauf dieser Zeit wolle man sich mit den Behörden beraten, in wieweit wieder Gäste auf den Stationen möglich sind.

Achtgeben auf die Bewohner

"Die Besucherkabinen sind auf Dauer keine Sache", betont der Geschäftsführer. "Wir müssen jetzt vor allem achtgeben auf unsere Bewohner." Denn die Angestellten der beiden Einrichtungen stellen laut Schrieder angesichts der fehlenden sozialen Kontakte einen zunehmenden Abbau bei den Bewohnern fest. "Die Mitarbeiter sehen das täglich. Wenn wir zusammensitzen, ist es Thema Nummer eins, dass es sie bedrückt zu sehen, wie den Menschen die Lebensfreude langsam verloren geht."

Schlussendlich müsse man daher immer abwägen, inwieweit strengere Maßnahmen zu verantworten sind. "Wenn es wieder einen Krankheitsfall gibt, müssen wir die Sicherheitsvorkehrungen natürlich wieder hochfahren", sagt Schrieder. "Doch in erster Linie habe ich die Aufgabe, für ein lebenswertes Leben in den Häusern zu sorgen." Sekundäre Corona-Auswirkungen dürfe man daher nicht außer Acht lassen. "Die Bewohner sind jetzt sechs bis acht Wochen eingesperrt in den Zimmern", betont er. "Das sind auch Grundrechte, die wir einschränken. Daher müssen wir das gut beobachten und sensibel bleiben."

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