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St. Georgen Corona-Krise: Gespräche zum Stellenabbau von J.  G. Weisser

Von
Foto: Käfer

St. Georgen - Wie der Schwarzwälder Bote in seiner Donnerstagsausgabe bereits exklusiv berichtete, rollt auf J. G. Weisser eine riesige Entlassungswelle zu. Nun gab das Unternehmen auf Nachfrage unserer Zeitung weitere Informationen zum Stellenabbau bekannt.

Im Telefongespräch am Donnerstagmorgen zeigt sich: Der Schock über das Ausmaß der Krise bei J. G. Weisser sitzt tief. "So ziemlich alle Mitarbeiter hatten mit Maßnahmen wie eben Kündigungen gerechnet", erklärt die Geschäftsleitung. Doch dass es schlussendlich so viele treffen würde – damit hatte keiner gerechnet.

Nachdem einige Informationen am Mittwochabend nicht mehr verifiziert werden konnten, stellt das Unternehmen nun noch einmal klar: 130 Mitarbeiter müssen ihre Schreibtische räumen. Diese Maßnahme trifft allen voran den St. Georgener Standort, da dort auch die meisten Mitarbeiter – genau 483 – angestellt sind. "In Schwenningen befindet sich ein Weisser Servicestützpunkt mit zwölf Mitarbeitern", erklärt das Unternehmen, betont aber gleichzeitig: "Die geplanten Kündigungen betreffen alle Bereiche des Unternehmens."

Keine Schließung des Schwenninger Standortes

Bedeutet das, dass aufgrund der derzeitigen Krise die Schließung des Schwenninger Standortes folgen könnte? Dieser Frage erteilt die Geschäftsleitung ein klares Nein. Eine Schließung stehe nicht zur Debatte.

Während man sich in diesem Punkt einig scheint, lässt eine Antwort des Unternehmens offen, ob es bei dem derzeit angekündigten Abbau von 130 Jobs bleibt – oder womöglich noch mehr Arbeitsplätze in Gefahr sind. "Aus heutiger Sicht" sei dies die Anzahl der Stellen, die gestrichen werden, erklärt hierzu J. G. Weisser.

Wie genau der Stellenabbau nun umgesetzt werden soll – darüber tritt das Unternehmen jetzt in Verhandlungen mit den Arbeitnehmern und dem Betriebsrat. Dabei zeigt das Gespräch mit der Firma, dass sich das Familienunternehmen mit der Entscheidung nicht leicht getan hat. Bei J. G. Weisser, so die Ausführungen, seien die Mitarbeiter nicht nur reine Zahlen. Man kenne alle Mitarbeiter persönlich, hinter jeder Entlassung stecke damit auch ein Schicksal.

Ausweitung der Kurzarbeit

Um den Schaden, den die Corona-Krise ausgelöst hat, möglichst gering zu halten, steuert das Unternehmen wie bereits berichtet mit der Ausweitung der Kurzarbeit gegen. Nun hofft man in St. Georgen in dieser Sache auf ein positives Signal aus Berlin. Bereits während der Finanzkrise 2009 sei das Kurzarbeitergeld auf 24 Monate erweitert worden. Das wäre auch jetzt eine Hilfe, so die Geschäftsleitung. "Dies würde dem Unternehmen ermöglichen, hier flexibler agieren und reagieren zu können und wäre mit das wichtigste Mittel zur Standortsicherung."

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