Die Arbeiten an der Mehrzweckhalle in Peterzell sind noch nicht ganz abgeschlossen. Sie steht für den Übungsbetrieb und den Schulsport aber bereits zur Verfügung. Foto: Vaas Foto: Schwarzwälder-Bote

Gemeinderat: 13 Prozent Erhöhung

St. Georgen. Nachdem es leichte Verzögerungen bei der energetischen Sanierung der Mehrzweckhalle in Peterzell gegeben hatte, konnte sie nach den Herbstferien wieder in Betrieb gehen – ganz fertig ist sie dennoch nicht, da bereits in der Bauphase seitens des Landratsamts höhere Anforderungen an den Brandschutz gestellt wurden.

Für diese Maßnahmen wurde zusätzlich 64 000 zu den bereits planmäßigen 880 000 Euro eingestellt. Durch nunmehr weiter geforderten Maßnahmen wie die brandschutztechnische Einhausung der Stahl-Unterzüge betragen die Kosten für den zusätzlichen Brandschutz nunmehr bei knapp 136 000 Euro, was rund 13 Prozent über den derzeitig bekannten Baukosten von 1,056 Millionen Euro liege. In der Gesamtsumme erhöhen sich die Kosten knapp fünf Prozent über Plan, so Bauamtsleiter Alexander Tröndle.

Das nun vorliegende Angebot der Zimmerei Mühlberger beinhalte die Brandschutzdecke einschließlich der Verkleidung der Stahlunterzüge zum Preis von rund 48 670 Euro, was aber bereits durch den zuständigen Architekten Martin Rosenfelder in der Sitzung am 27. September mitgeteilt worden sei. Der Abschluss dieser Nachtragsvereinbarung sei reine Formsache, da die genauen Kosten in der vergangenen Sitzung noch nicht vorgelegen hätten. Mit der Gesamt-Fertigstellung der Halle sei im späten Frühjahr 2018 zu rechnen, so der Bauamtsleiter.

Kostenschätzungen immer schwieriger

Bürgermeister Michael Rieger stellte fest, dass es immer schwieriger werde, Kosten richtig einzuschätzen, da durch die enorme Konjunktur die Preise immer weiter stiegen. Vor allem beim Brandschutz werde auch erheblich nachgerüstet. Auf der anderen Seite habe er erlebt, dass bei einem Fest in der Stadthalle der Feueralarm losgegangen sei, die Dachfenster seien hochgeklappt – und es wurde weiter gefeiert wie zuvor. Das alles habe niemanden gestört.

"Man muss dazu sagen, es waren Italiener", meinte Manfred Scherer (CDU) schmunzelnd. Um dann ernst festzustellen, dass die Kosten speziell für den Brandschutz exorbitant stiegen. Der Gemeinderat beugte sich den Anforderungen und stimmte den Zusatzausgaben zu.