Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

St. Georgen Börsenhai tauscht mit Müllmann

Von
Die Müllmänner in "Schockorange" sind bei der Arbeit immer sehr gut drauf. Mäuse und Ratten freuen sich im Hintergrund. Foto: Schwarzwälder-Bote

Zum zweiten Mal setzten Martina Schwarz und Johanna Zelano auf ein Musical. Am Samstag führten sie in der Stadthalle "Schockorange" auf, erneut kam der Stoff von Peter Schindler, der über den Leiter der Jugendmusikschule St. Georgen-Furtwangen, Bernd Rimbrecht, seinen Dank ausdrückte, dass er erneut aufgeführt wird.

St. Georgen. Eine bestens gefüllte Stadthalle zeigte das Interesse der Besucher. Inhalt war die Schnelllebigkeit und Gewinnsucht der Menschen, aber auch die Liebe normaler und normal werdender Menschen wird aufgezeigt. Dazu gab es jede Menge Trash, Rhythmus und viel Gesang.

Rocco Dilettanto ist leidenschaftlicher Müllmann und zugleich Bandleader einer abgefahrenen Müllmann-Combo. Bestens gelaunt spielen er und seine Kumpels jeden Morgen auf ihren Mülltonnen mit ihren Arbeitsgeräten heiße Rhythmen.

Eine S-Bahn-Brücke dient als Hauptkulisse. Eine Gruppe aus Mäusen und Ratten spielt im Müll, bevor die Truppe um Rocco auftritt. Dann aber geht wortwörtlich "der Punk" ab. Sie mischt rhythmisch und gesanglich die Straße auf. Doch dann kommt es zum Bruch, denn Arthur Richard Millionski als schwer gestresster Börsenhai in leitender Position hat ein Problem: Bei der Hauptversammlung der Anteilseigner soll er positive Zahlen präsentieren, die er schlicht nicht vorweisen kann. Als dann auch noch seine Chefsekretärin Frau Meier kündigt, hat er die Nase voll.

Er ruft Rocco an und tauscht mit ihm den Job: Er geht als Müllmann auf die Straße, dafür soll Rocco Millionskis Laden auf Trab bringen. Ohne Ahnung, aber mit viel Angeberei geht dieser an die Arbeit, bleibt aber bis auf den Anzug bei seiner Farbe schockorange.

Ohne Scheu und Ahnung tritt Rocco den Managerjob an. Intuition und Motivationskunst machen ihn schnell zum Helden. Mitarbeiter und vor allem die Aktionäre sind begeistert und liegen ihm zu Füßen. Seine rhythmischen Soli auf der Computertastatur lösen eine unglaubliche Hausse (Aktienhoch) aus, die Börsenkurse steigen weltweit.

Geheimnisvoller Gewinnerrhythmus

Roccos Erfolge verbreiten sich wie ein Lauffeuer, der amerikanische, russische und der chinesische Präsident reichen sich den Hörer. Seine extravagante Kleidung in grellem Schockorange und sein geheimnisvoller Gewinnerrhythmus beherrschen die internationalen Schlagzeilen, Pressetermine mit internationalen Finanz-Blättern finden statt.

"Volle Crash" zugleich ein Happy End

Doch dann will er mit einem neuen, ultimativen Gewinnerrhythmus den Hype nochmals steigern und scheitert krachend.  Am Ende ist das große Aufräumen angesagt und dennoch ist der "volle Crash" zugleich ein Happy End, denn es ist die Liebe, die endlich aufkeimt, während alles Geld der Welt wertlos wird: Millionski findet in Anja Meier seine Liebe.

Martina Schwarz und Johanna Zelano als Leiterinnen setzten bei ihrer sehr engagierten Umsetzung des Kindermusicals neben den jungen Künstlern auch auf verschiedenste Helfer. Als Leitung der Bühnenbildner durften sie auf die Nußbacher Künstlerin Natasza Deddner setzen, die mit einigen Eltern und letztlich sogar mit dem international bekannten Graffiti-Künstler Jeremy Sobe Palluce die wunderbare Gestaltung des Bühnenbilds in die Hand nahm.

Christoph Sengle, einst einer der "Soul-Shakers", sorgte für den richtigen Ton, musste aber ab und an die kleinen technischen Unzulänglichkeiten der Anlage ausgleichen. Die Band um Jens Willi (dessen Schlagzeugklasse auch auf den Mülltonnen begeisterte) und Takako Yamanoi bewies ein sehr ausgereiftes Können und begleitete das Musical bestens. Martina Schwarz selbst hatte gemeinsam mit Johanna Zelano die Fäden jederzeit in der Hand. Mit viel Begeisterung trotz vieler harter Proben sangen und spielten die jungen Akteure ihre Rollen. Mit donnerndem Applaus wurden die annähernd 60 Akteure bedacht, die sich mit viel Herzblut ins Abenteuer gestürzt hatten. Es gab auch Rosen durch den Musikschulleiter. Nach dem großen Auftritt ging es für die Beteiligten weiter: In der neuen Küche der Stadthalle wurde nämlich gekocht: Käsespätzle für Alle waren angesagt.

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.