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St. Georgen Besuch aus der Türkei

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Eine Gruppe türkischer Lehrer und Mitarbeiter der Schulverwaltung der südostanatolischen Provinz Gaziantep macht Station in der Freien Schule. Sie wurden begleitet von der Grünen-Landtagsabgeordneten Martina Braun (vorne links) und Bürgermeister-Stellvertreter Manfred Scherer. Foto: Hübner Foto: Schwarzwälder-Bote

St. Georgen-Brigach. Eine Gruppe türkischer Lehrer und Mitarbeiter der Schulverwaltung der südostanatolischen Provinz Gaziantep besuchte die Freie Schule. Dort erfuhren sie einiges über deren Bildungskonzept.

Der Besuch war Teil eines einwöchigen Fortbildungsseminars des Transferinstituts "Educational Management" der Steinbeis Universität Berlin. Deren Koordinator Ekkehard Lippold war vor Ort, ebenso wie die Landtagsabgeordnete Martina Braun und der stellvertretende Bürgermeister Manfred Scherer.

Zu Beginn führten die Schülerinnen Jule Dold, Helena Schätzle und Marie Kuner durch die Räume. Sie erklärten Unterrichtsstrukturen, die Themenecken im großen Lernraum, die Schülerfirma "Happy Möhre" oder die regelmäßigen Gesprächsrunden, bei denen alle Schüler gemeinsam Schulthemen diskutieren oder Regeln festlegen.

Robert Springmann, einer der Vorsitzenden des Trägervereins Selbstbestimmtes Lernen, ging zur Einführung auf allgemeine Aspekte menschlichen Lernens ein. Schon beim Gehenlernen der Kleinsten gebe es Unterschiede von bis zu zwölf Monaten. Im Alter von sechs Jahren liege der Entwicklungsunterschied bei bis zu zweieinhalb Jahren. Trotzdem müssten Kinder in der Schule lernen, wie es der Lehrer vorgebe. Die dabei möglichen Probleme illustrierte ein Sketch der Schüler, die sich nicht mit dem Thema Nahrungsmittel als Hausaufgaben anfreunden konnten.

Selbstbestimmtes Lernen

Schulleiter Andreas Knecht erklärte drei wichtige Säulen der Schule. Beim selbstbestimmten Lernen könnten Schüler selbst wählen, welchen Unterrichtsstoff sie wann lernen möchten. Es gebe keine erzwungenen Unterbrechungen durch Lehrer. Das Lernen ohne Druck beinhalte, dass es keine Tests oder Benotungen gebe. Diese würden oft den Spaß am Lernen nehmen, zudem lernten Schüler oft nur für Tests. Der Mensch lerne am effektivsten, wenn er es aus eigenem Antrieb tue. An der Freien Schule gehe es darum, das eigene Potenzial zu entdecken und die eigene Persönlichkeit zu entfalten.

Sozial und fürsorglich

Inklusive Umgebung bedeute, dass man sich um ein sehr soziales und fürsorgliches Miteinander ohne Stress bemühe. Die Schule sei wie eine Familie, Kinder unterschiedlichen Alters arbeiteten mit- und lernten voneinander. Die Kleineren schauten sich viel von den Größeren ab, diese könnten Dinge manchmal besser erklären als Lehrer. Die Großen entwickelten dabei Achtsamkeit und Sozialverhalten. Man versuche, eine kooperative Umgebung zu schaffen, in der jeder jedem helfe und sich alle akzeptiert fühlten. Nach einer kleinen Stärkung bot sich die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch zwischen Gästen und Gastgebern. Derzeit hat die Schule 18 Schüler aus der ganzen Raumschaft. Neuzugänge, auch Quereinsteiger, sind laut Springmann willkommen.

Weitere Informationen: freie-schule-brigach.de

 

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