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St. Georgen Becken im Hallenbad wegen Legionellen gesperrt

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Vorerst gesperrt: Der Kinder- und Nichtschwimmerbereich im Hallenbad. Foto: Eich

St. Georgen - Als das Hallenbad auf dem Roßberg vor gut einem Jahr wiedereröffnet wurde, sollten dank neuster Technik Probleme mit der Hygiene der Vergangenheit angehören – ein hehrer Wunsch, wie sich jetzt herausstellt.

Bürgermeister Michael Rieger ließ am Dienstag wissen: "Das Kinder- und das Nichtschwimmerbecken sind bis auf weiteres geschlossen. Wir haben ein Problem mit Legionellen." Während das Ergebnis einer Wasserprobe aus den Becken noch ausstehe, sei in den Filtern der Anlage im Hallenbad eine erhöhte Bakterien-Konzentration festgestellt worden, sagte ein sichtlich niedergeschlagener Bürgermeister.

Auffälligkeiten bei Routine-Untersuchung

Dazu Bauamtsleiter Alexander Tröndle: "Wir haben bei vergangenen routinemäßigen Kontrollen ein erhöhtes Legionellen-Vorkommen in den Kinder- und Nichtschwimmerbecken festgestellt. Versuche das in den Griff zu bekommen zeigten aber keine Wirkung. Nach Prüfung der gesamten Anlage traten in der Filteranlage die deutlich erhöhten Werte auf."

Während bei vergangenen Kontrollen im Beckenwasser um die 200 bis 400 koloniebildende Einheiten (KBE) pro 100 Milliliter Wasser auftraten seien in den Filtern über 1000 KBE gemessen worden. Der Grenzwert liegt bei 1000 KBE. "Unser Ziel ist ein Wert von null KBE und das konnten wir nicht mehr erreichen", erklärt Tröndle. Bürgermeister und Bauamtsleiter betonten, dass zu keiner Zeit eine gesundheitliche Gefährdung bestand. "Wir wollten aber einfach kein Risiko eingehen" sagte Rieger.

Legionellen kommen dort vor, wo warmes Wasser optimale Bedingungen für ihre Vermehrung bietet. Nicht jeder Kontakt mit legionellenhaltigem Wasser führt zu einer Gesundheitsgefährdung. Erst das Einatmen bakterienhaltigen Wassers über die Luft, etwa durch Zerstäubung bei Sprinkleranlagen, kann zur Infektion führen. Deshalb hat man im Hallenbad auch unverzüglich die Sprudler und ähnliche Anlagen im Bereich des Kinder- und Nichtschwimmerbeckens abgestellt. Das Trinken von legionellenhaltigem Wasser ist für Personen mit intaktem Immunsystem nicht gefährlich.

Der Schritt das Problem mit den unliebsamen Bakterien öffentlich zu machen sei, so der Bürgermeister, bewusst geschehen, auch auf die Gefahr hin, dass das Image des Hallenbads darunter leide. "Das Problem tritt in Hallenbädern häufig auf. Oft bekommt man das aber gar nicht mit. Eine Becken-Sperrung wird dann mit einem technischen Defekt begründet", sagte Tröndle. Das sei aber nicht der Stil der St. Georgener Stadtverwaltung, ergänzt Rieger.

Im Schwimmerbecken liege der KBE-Wert bei null. Hier könne ohne Bedenken weiter gebadet werden, erklärt Tröndle. Die verschiedenen Bereiche werden über separate Kreisläufe betrieben, eine Verunreinigung mit Legionellen des Schwimmerbeckens sei deshalb ausgeschlossen.

Warum die potenziell gefährlichen Bakterien in der eigentlich brandneuen Anlage aufgetreten sind, werde derzeit untersucht, sagt Tröndle. Dass die Bakterien von außen in den Kreislauf geraten sind, sei aber ausgeschlossen.

Nach Ursache wird derzeit gesucht

Deshalb überprüfen die Herstellerfirma Aquila und ein unabhängiger Ingenieur die Anlage derzeit auf Herz und Nieren. Auch das Gesundheitsamt ist informiert und unterstützt die Stadt bei der Ursachenanalyse. "Sollte sich herausstellen, dass die Verunreinigung auf einen Fehler in der Anlage zurückzuführen ist, wird der Hersteller Regresspflichtig", sagte Tröndle.

Sowohl die Filteranlage, als auch das Badewasser werden derzeit intensiv gechlort. Danach stehen erneute Wasser-Prüfungen an. "Es dauert mindestens zehn Tage bis das Ergebnis einer Probe vorliegt. Wir gehen deshalb davon aus, dass die Kinder- und Nichtschwimmerbecken mindestens zwei bis drei Wochen gesperrt bleiben", sagte Tröndle.

Ihre Redaktion vor Ort St. Georgen

Nadine Klossek

Fax: 07724 94818-15

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