Gemeinderat beschließt zur Saisoneröffnung die Erhöhung derEintrittspreise
Die Eintrittspreise für den Klosterweiher werden erhöht. Das beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung am Mittwochabend. Einer der Räte stellte zur Diskussion, ob die angepeilte Erhöhung nicht zu niedrig ausfällt.
St. Georgen. Der Klosterweiher ist im Sommer wahrlich ein Magnet für Wasserratten und Sonnenanbeter. Im vergangenen Jahr verzeichnete die Bergstadt einen Rekord von mehr als 40 000 Besuchern.
In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats stand nun eine Erhöhung der Eintrittspreise zur Debatte. Eine Anpassung wurde zuletzt vor acht Jahren vorgenommen. So kostete eine Eintrittskarte für Erwachsene seither 1,80 Euro, eine Einzelkarte für Jugendliche 1,20 Euro. Kinder unter sechs Jahren hatten generell freien Eintritt.
Regelmäßige Überprüfung
Markus Esterle, Leiter der Bürgerdienste, betonte, dass man im Vergleich zum Umland unter dem Durchschnitt liege. In Furtwangen zahlen Erwachsene für eine Einzelkarte beispielsweise 3,30 Euro, in Schönwald 3,50 Euro, in Königsfeld werden bereits vier Euro fällig, in Blumberg gar 4,50 Euro. Auch die Grenze für den freien Eintritt liegt in diesen Gemeinden deutlich niedriger, zum Teil haben nur Kinder bis drei Jahre freien Eintritt.
Diese Vergleichswerte brachten Hans-Peter Rieckmann (Freie Wähler) zu der Überlegung, auf die angepeilte Erhöhung von 1,80 auf 2,50 Euro einen weiteren Euro aufzuschlagen. Schließlich sei der Klosterweiher in St. Georgen ein Stück weit auch ein "Alleinstellungsmerkmal" in der Region. Zudem forderte er, alle zwei Jahre die Preise zu überprüfen.
Für eine regelmäßige Kontrolle sprach sich auch Kämmerer Stephan Fix aus, sah eine noch stärkere Preiserhöhung auf einen Schlag allerdings kritisch. "Wir sind im Vergleich günstig, die anderen Bäder sind aber keine Naturfreibäder", betonte der Finanzchef. Seiner Meinung nach sollte man erst einmal die Auswirkungen der Erhöhung abwarten.
Die Fraktionssprecher Manfred Scherer (CDU) und Oliver Freischlader (SPD) zeigten sich mit den angepeilten Preisen zufrieden. Freischlader betonte, dass man im Vergleich zu anderen Freibädern geringe Unterhaltungskosten hätte. Hätte man allerdings alle zwei Jahre den Eintritt angepasst, wäre man nach acht Jahren ebenfalls in etwa bei den nun veranschlagten Preisen angelangt. "Wir müssen das im Auge behalten", meinte Freischlader abschließend.
Die Erhöhungen wurden einstimmig vom Gemeinderat beschlossen. Sie gelten ab dieser Saison, die laut Esterle am Samstag, 8. Juni, eröffnet werden soll.
Ab dieser Saison zahlen Erwachsene für eine Einzelkarte 2,50 Euro, Jugendliche 1,50 Euro. Eine Zehner-Karte erhalten Erwachsene für 18 Euro, Jugendliche für zehn Euro. Saisonkarten kosten künftig 40 Euro beziehungsweise 25 Euro. Wer abends eine Runde schwimmen möchte, bezahlt künftig 1,50 Euro als Erwachsener, ein Euro wird für Jugendliche fällig. Die Kosten für die Familienkarte werden auf 80 Euro erhöht. In allen Fällen entspricht das einer Preissteigerung von 25 Prozent. Kinder haben künftig nur bis vier Jahre freien Eintritt.
Darüber hinaus wird auch die Ermäßigung auf den regulären Preis bei der Sonderaktion Saisonkartenverkauf zurückgefahren. Der Rabatt betrug bislang 50 Prozent, künftig spart man noch 25 Prozent.