100 Kinder sind im Jahr 2013 in St. Georgen zur Welt gekommen. (Symbolfoto) Foto: Grubitzsch

Veröffentlichung des statistischen Jahresberichts: St. Georgener tun etwas gegen den Geburtenrückgang.

St. Georgen - 12­.945 Menschen lebten mit Stichtag 31. Dezember 2013 in St. Georgen und damit 60 weniger als ein Jahr zuvor. Das geht aus dem Statistischen Jahresbericht für 2013 der Stadt hervor, der dem Gemeinderat vorgelegt wurde. 808 Personen meldeten sich in der Bergstadt neu an, im Jahr 2012 waren es noch 23 mehr.

Genau 100 Kinder kamen zur Welt

Auf alle Fälle tun die St. Georgener etwas gegen den Geburtenrückgang. 100 Kinder kamen zur Welt, das ist eine Steigerung um 32. In den Ortsteilen haben lediglich Stockwald und Langenschiltach in Sachen Einwohnerzahlen zugelegt. Die Zahl der beruflichen Einpendler nach St. Georgen stieg um 400. "Das stimmt mich nachdenklich, wir müssen uns fragen, ob hier Potenzial für einen Zuzug in die Stadt ist", sagte Bürgermeister Michael Rieger. Durch neue Baugebiete und ein schnelleres Netz wolle man erreichen, dass mehr Einpendler herziehen, so das Stadtoberhauptweiter.

Über 30.000 Besucher am Klosterweiher

Gute Nachrichten auch vom Klosterweiher. "Wir haben die 30 000er-Marke geknackt", freute sich Rieger. Exakt um 21 Besucher. Der Bürgermeister führte die Steigerung auf die gesteigerte Attraktivität des Bades zurück. Im Gegensatz dazu steht das Hallenbad. Die Einrichtung verzeichnete 2100 Badegäste weniger als noch 2012. Insgesamt waren es im vergangenen Jahr knapp 39 000 Besucher, zählt man Schulen, DLRG und andere Institutionen dazu waren es sogar 57 500 Badegäste, aber immer noch ein Rückgang um 1400. Doch Rieger versprühte Zuversicht: Mit der Sanierung sei man auf einem guten Weg.

Schülerzahl leicht angestiegen

Die Gesamt-Schülerzahl ist in St. Georgen leicht angestiegen auf jetzt 1756. "Bedenklich", so Rieger, sei die Entwicklung bei der Robert-Gerwig-Schule. Von 593 Schülern im Jahre 2003 sank die Zahl kontinuierlich auf jetzt 387, immerhin 43 mehr als noch im Jahr davor. Erstaunlich sei die Zahl von 380 auswärtigen Schülern.

Bibliothek bekommt neue Leiterin

Leicht rückläufige Ausleihzahlen verzeichnete die Stadtbibliothek. 1097 Leser waren es 2013, 52 weniger als im Jahr zuvor. Markus Esterle, der Leiter Bürgerdienste, informierte, dass die bisherige Leiterin Petra Wehrstein in den Ruhestand gehe. Nachfolgerin wird Lucia Kienzler. Mit Umstrukturierungen und neuen Konzepten wolle man dem rückläufigen Trend entgegenwirken. Angedacht sei unter anderem eine Kaffee-Lese-Ecke.