Feuerwehr verhindert durch schnellen Einsatz Übergreifen der Flammen. Vier junge Personen unter Tatverdacht.
St. Georgen-Brigach - Ein Auto brannte in der Nacht zum Sonntag in einem abgelegenen Waldstück. Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen auf den Forst verhindern. Vier junge Leute stehen im dringenden Verdacht, das Feuer vorsätzlich gelegt zu haben.
Anlieger im Bereich Im Zinke n/Sturmbühl wurden gegen 4 Uhr durch vermeintliche Schüsse geweckt. Sie bemerkten ein Feuer und meldeten den »Waldbrand« der Polizei. Die Feuerwehr rückte mit drei Fahrzeugen und 16 Kräften aus. Im Bereich Sturmbühl/Lange Gasse/Im Zinken fanden sie ein brennendes Fahrzeug. Sie löschten den Brand, ebenso angrenzendes Gebüsch, Gehölz sowie Glutnester am Waldboden. Die Feuerwehrleute sorgten zudem für die Ausleuchtung des Bereichs und halfen bei der Bergung des Fahrzeugs. Ihr Einsatz zog sich bis 6 Uhr hin. Auch das Rote Kreuz war vorsorglich vor Ort.
Vermeintliche Schüsse sind platzende Reifen
Bei dem Brandfahrzeug handelte es sich um einen Ford Focus, wie die Polizei feststellte. Es brannte total aus. Nicht einmal die Scheiben blieben mehr übrig. Die vermeintlichen Schüsse waren die platzenden Reifen, von denen ebenfalls keine Spur mehr zu sehen war. Selbst die Farbe des Autos war nicht mehr zu erkennen.
Glaubten die Ermittler zunächst an einen möglichen Unfall, stellte sich sehr schnell die Brandstifter heraus. Die Täter müssen dabei sogar gezielt vorgehabt haben, das Waldstück in Brand zu setzen, so die Ermittler nach dem Augenschein.
Obwohl vom Fahrzeug selbst nicht mehr all zu viel übrig blieb, fanden die Einsatzkräfte ein Kfz-Kennzeichen sowie ein Fahrzeughandbuch. Als Halterin war schnell eine ältere Dame ermittelt, die sich derzeit im Krankenhaus befindet. Sie hat aber Besuch. Beim Überprüfen der Wohnadresse der Patientin traf die Polizei vier junge Männer im Alter von 16 bis 19 Jahren an: einen Bergstädter und drei Karlsruher. Vom zeitlichen Ablauf her passt es, dass diese zu Fuß vom Brandort auf dem Heimweg waren. Gegen sie besteht dringender Tatverdacht, so die Polizei. Bei einer ersten Vernehmung wiesen sie aber die Tatvorwürfe zurück. Dabei kommt eine ganze Latte zusammen – vom Fahrzeugdiebstahl bis hin zum gefährlichen Eingriff in den Wald.