Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

St. Georgen Anwohner haben Angst vor Mobilfunkmast

Von
Auf dem ehemaligen "Löwen" sorgt ein geplanter Mobilfunkmast für einige Sorgen bei den Anliegern. Foto: Vaas

St. Georgen-Peterzell - "Es gibt keine Umkehr mehr. Die Anlage wird gebaut". So lautete die Botschaft bei einer Informationsrunde zum Thema Mobilfunkmast der auf den ehemaligen "Löwen" kommt. Dabei ging es um die Strahlenbelastung der Anlieger. "Unbedenklich" so Telekom-Vertreter. "Zu hoch", hält Diagnose-Funk dagegen.

"Wir sitzen in der Mitte und sind die Doofen", kommentierte Johannes Schünke die Situation. Vor der Antenne sei ihm aber "himmelangst". Er unterstrich wie seine Mitstreiter, kein Mobilfunkgegner zu sein. Alle Seiten hätten irgendwie Recht. Seine Familie wohnt gleich hinter dem "Löwen" und sieht vom Wohnzimmer direkt auf dessen Dach. In einer Unterschriftenaktion hatten sich 268 Peterzeller gegen die Anlage ausgesprochen.

Hans-Peter Frick von der Telekom, Technik, und Holger Völkner von der Telekom-Tochter Deutsche Funkturm nannten Transparenz und Offenheit über Hochfrequenztechnik als ihr Ziel. Damit wollten sie "zur eigenen Risikoabschätzung" beitragen.

Wenn die Basisstation weit weg ist, zeigt das Handy weniger Balken und schaltet hoch, erläuterten sie. Dadurch verbraucht es mehr Energie und sendet stärker. Der Akku ist schneller leer. Das Handy am Ohr sende dann um ein Vielfaches stärker als die viele Meter weiter stehende Antenne. Je weiter man sich von dieser entferne, um so geringer sei deren Strahlung. Dies sei schon nach wenigen Metern deutlich der Fall. Hans-Peter Frick sah keine Gefahren. Er riet auch davon ab, unnötige und teure Ab schirmmaßnahmen zu ergreifen.

"Sendemast kommt an die falsche Stelle"

Jörn Gutbier, Vorstand der Umwelt- und Verbraucherorganisation Diagnose-Funk, widersprach. Die Strahlung werde gebündelt und sei nach über 200 Metern zu hoch, wie die deutschen Grenzwerte überhaupt. Seiner Meinung nach komme der Sendemast an die falsche Stelle. Er müsste auf der grünen Wiese weiter weg von der Wohnbebauung stehen, was technisch machbar sei. Das sei das Hauptanliegen seiner Organisation. Diese sei keinesfalls technikfeindlich.

Hans-Peter Frick räumte ein, die Antenne bündle den Strahl. In Peterzell sei dies in Richtung St. Georgen, der Bundesstraße entlang und westlich des Hauses Schünke der Fall. Er verglich dies mit einem Gartenschlauch, der zusammengedrückt weiter spritze und breiter streue. Die Strahlung in Peterzell betrage maximal fünf bis zehn Prozent der Höchstwerte. Es liege ausschließlich an den Nutzern, wenn diese ansteige.

Zu große Entfernungen von einem Mast zum anderen seien frequenztechnisch nicht möglich. Holger Völkner verwies auf ein Urteil des Oberlandesgerichts Leipzig aus dem Jahr 2013, wonach bei der Standortsuche der Innenbereich Vorrang habe.

Die Telekom habe bereits im November 2011 die Stadt vom Vorhaben informiert. Von dieser sei keine Rückmeldung gekommen. "Wir arbeiten sehr gerne mit den Kommunen zusammen", versicherte Hans-Peter Frick und betonte, diese habe auch Steuerungsmöglichkeiten.

Die Planer hätten eine Vielzahl von Anforderungen zu erfüllen. Der "Löwen" habe sich als beste Lage erwiesen. Lediglich im Hagenmoos gebe es nach Inbetriebnahme noch zwei kleine weiße Flecken.

Die Hausbesitzerin habe den Mietvertrag unterschrieben, ohne die Nachbarn zu fragen. Dies sei ihr gutes Recht, im ländlichen Raum aber öfter ein Problem. Zwischen 30 000 und 50 000 Euro koste so eine Gesamt-Aktion. Zum jetzigen Zeitpunkt sei eine Umkehr nicht mehr möglich.

Ihre Redaktion vor Ort St. Georgen

Nadine Klossek

Fax: 07724 94818-15

Flirts & Singles

 
 

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.