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St. Georgen 120 Jahre alte Tanne bekommt neues Gesicht

Von
Foto: Pixabay

St. Georgen - Im Stockwald findet sich seit Kurzem ein besonderes Meisterwerk am Wegesrand: eine hölzerne Eule. Was es damit auf sich hat, erzählt Jürgen Lehmann, der aus der Not eine Tugend gemacht hat.

Ein Mahnmal für den Klimawandel und zugleich Erbauliches: Wer derzeit durch den "Süßen Winkel" zum Krumpenloch läuft, erspäht plötzlich direkt am Weg eine riesige Eulenskulptur.

120 Jahre alte Tanne fällt dem Sturm Sabine zum Opfer

Als das Sturmtief Sabine Anfang Februar durch Deutschland fegte, warf sie zum Teil große Forstgebiete um. Zwar war das kleine Waldstück der Familie Maier nur relativ wenig betroffen, doch der Sturm schaffte es, eine Tanne am Waldrand umzuwerfen, die etwa 120 Jahre lang dort wachsen durfte. Rund 80 Zentimeter war sie stark und ganz schön hoch gewachsen. Dabei fiel sie so unglücklich, dass sie direkt über dem Waldweg und ein gutes Stück auf der Wiese der Maiers liegen blieb.

Städtische Mitarbeiter nahmen sich dem Problem an. Sie sägten den Baum rund zwei Meter oberhalb der Wurzel ab. Ein weiterer Schnitt sorgte dafür, dass man den Weg freiziehen konnte. Und – Wunder gibt es immer wieder – der Strunk kippte nahezu vollständig zurück, sodass kaum mehr erkennbar ist, dass der ganze Baum umgefallen war. Nun stand er also da, der dicke Stumpen. Was damit tun?

Nur ein paar Klicks und ein Sägenkünstler ist gefunden

Nachbar Benedikt Säger nahm sich in Absprache mit Martin Maier des Restholzes an und zerlegte den Riesen auf der Wiese. Er wollte eigentlich auch den Stumpen holen, doch Nachbarin Friedhilde Lehmann und Sohn Jürgen hatten eine andere Idee. "Ich habe diese Sägenkünstler schon immer bewundert", erzählte Jürgen Lehmann – und schnell war die Idee geboren, den Stumpf durch einen solchen Künstler in ein bleibendes Kunstwerk umwandeln zu lassen.

"Ich gestehe, den Motorsägen-Bildhauer habe ich ganz einfach gegoogelt – und bei ›Woodpecker‹ Rolf Sauer aus Alpirsbach sind wir dann gelandet. Nach kurzer Kontaktaufnahme kam er und wir haben uns gemeinsam auf die Eule geeinigt. Auch deshalb, weil Eulen faszinierende Vögel sind, von denen man nur selten etwas bemerkt", so der Auftraggeber.

Rund vier Stunden hat Sauer an dem riesigen Vogel gearbeitet, natürlich nicht ganz kostenlos. "Das Werk ist meine Hommage an meine Heimat", rechtfertigte sich Jürgen Lehmann, der den Stockwald sehr schätzt, die Ruhe und die Schönheit der Landschaft und der Natur.

Eule ist nicht nur schön anzuschauen, sondern ist auch ein Symbol

Zugleich will er mit der Eule auf die Tatsache aufmerksam machen, wie sehr die Umwelt unter dem Menschen leidet. Dass sie aber durchaus wehrhaft ist und sei es durch Stürme. Zugleich dankte er seinen Nachbarn dafür, dass sie ihm Gelegenheit gaben, diese Skulptur schaffen zu können – auch wenn er dazu Hilfe holen musste. "Ich bin immer mal für eine Überraschung gut", sagt er abschließend und schmunzelt.

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