Meister SSV Schönmünzach hat in der Dritten Titschtennis-Bundesliga zum Abschluss auch das Derby gegen Rastatt gewonnen. Bei der „Zweiten“ ging es noch um den Klassenerhalt.
Das 6:1 gegen den Tabellensechsten aus Rastatt stellte für Drittligameister SSV Schönmünzach einen perfekten Saisonabschluss dar. In einem sehenswerten Derby waren allein die ersten vier Auftritte das Eintrittsgeld wert.
Etwas Pech hatte das Doppel Kheith Rhynne Cruz/Antonia Bernhard, das nach großem Kampf dem Rastatter Top-Doppel Jennie Wolf/Alina Vydruchenko mit 10:12 im Entscheidungssatz unterlag. Dafür lief es in den beiden ersten Einzeln für den Gastgeber besser: Schönmünzachs Philippinin Kheith Rhynne Cruz musste sich gegen die Ukrainerin Vydruchenko mächtig strecken, um den Krimi zu ihren Gunsten zu entscheiden (14:16, 15:13, 14:16, 11:6, 11:5) – und in dieser Saison ihre weiße Weste im Einzel zu behalten.
Während in dieser Partie kurze Ballwechsel an der Tagesordnung waren, lieferten sich Julia Kaim und Jennie Wolf ein packendes Duell auf Augenhöhe mit zahlreichen, nicht enden wollenden Ballstafetten. Kaim verbuchte dabei mit 11:8 im entscheidenden fünften Durchgang das bessere Ende für sich. „Diese beiden Einzel hatten sensationelles Niveau“, kam SSV-Vorstand Klaus Frey aus dem Staunen nicht mehr heraus.
Als dann auch Laura Kaim ihr Einzel am hinteren Paarkreuz gegen Anna Gaiser gewann, war frühzeitig eine Vorentscheidung gefallen. Antonia Bernhard und Kheith Rhynne Cruz (3:0 gegen Jennie Wolf) mussten nicht mehr viel Aufwand betreiben, um den 6:1-Erfolg für den kommenden Zweitligisten einzutüten.
Die Bilanzen des SSV Schönmünzach nach Abschluss der Saison in der Dritten Bundesliga: Kheith Rhynne Cruz 24:0, Julia Kaim 18:10, Laura Kaim 3:10, Antonia bernhard 20:4, Melissa Bill 6:10, Leonie Müller 1:0, Sara Müller 0:2, Doppel 21:15.
Klassenerhalt steht fest
Die Konstellation vor dem letzten Regionalliga-Spiel der Schönmünzacher Frauen II gegen die Neckarsulmer Sportunion II war klar: Man musste gegen Neckarsulm ein besseres Resultat erzielen als der punkt- und spielgleiche TV Rechberghausen, der bei Meister TTC Weinheim III antrat. Und das Fernduell entpuppte sich zu einer nervenaufreibenden Angelegenheit: Als die Rechberghausener 3:7-Niederlage feststand und der SSV parallel den vierten Punkt erzielt hatte, stand der Klassenerhalt fest.
Eher suboptimal starteten die Schönmünzacher Frauen in die Partie: Beide Doppel gingen weg, dementsprechend erhöhte sich der Druck. Melissa Bill und Kinda Mostafa punkteten dann unbekümmert im ersten Einzeldurchgang, allerdings gab es kein Vorbeikommen an der Neckarsulmer Nummer eins Akhyata Patra, die mit ihren 15 Jahren zuletzt bereits in der höchsten Schweizer Liga für Furore sorgte. Im zweiten Durchgang ergatterte Leonie Müller einen weiteren wichtigen Zähler am Spitzenpaarkreuz, die 13-jährige Luxemburgerin Kinda Mostafa machte mit einem 12:10 im vierten Satz gegen Kristin Fabriz den Klassenerhalt perfekt.
Sportliche Wende
„Wir hatten wohl selten bei einer Niederlage solch einen tollen Grund zu feiern“, meinte Klaus Frey nach dem versöhnlichen Saisonabschluss, den man so lange nicht für möglich gehalten hatte. „Hätte man mich vor wenigen Wochen nach den Chancen auf den Klassenerhalt gefragt, hätte ich diese als sehr gering eingeschätzt.“ Das 6:4 gegen stark aufgestellte Untergröninger (Antonia Walkenhorst wehrte dabei im letzten Einzel vier Matchbälle ab) und der 6:4-Coup gegen Spitzenreiter TTC Weinheim III sorgten dann aber gerade noch rechtzeitig für die sportliche Wende.
Die Bilanzen des SSV Schönmünzach II: Melissa Bill 11:13, Leonie Müller 5:7, Sara Müller 13:23, Kinda Mostafa 17:3, Antonia Walkenhorst 7:13, Laura Bauer 6:4, Lena Walkenhorst 9:11, Doppel 12:24.