Der Ist-Stand beim Schwenninger Großverein. Die nächste Generation an Aktiven mit guten Perspektiven wächst heran. Der Wunsch nach einem neuen Zentralbad in VS ist auch beim SSC groß.
Die Schwimmabteilung des Schwimm- und Skiclubs Schwenningen macht sich auf den Weg, um mit seinen Athleten und Athletinnen zukünftig auch auf Landesebene wieder erfolgreich mitzumischen.
Davide Petrella
In dieser Saison könnte Davide Petrella sogar bei den deutschen Jahrgangsmeisterschaften die Farben des SSC Schwenningen vertreten. Dem 15-jährigen Brustschwimmer und Schüler der zehnten Klasse des Otto-Hahn-Gymnasiums in Tuttlingen trauen seine Trainer jeweils über die 100- und 200-Meter-Distanz eine DM-Qualifikation zu. Auch Petrellas jüngerer Bruder Gabriel (11) gilt als Talent. Schon die Eltern der beiden Brüder – Daniel Petrella und Manuela Markuleski – haben für den SSC Schwenningen Erfolge gefeiert. Außerdem waren beide als Abteilungsleiter aktiv. Vater Daniel Petrella sprang erst kürzlich noch einmal dem Team der Startgemeinschaft Schwarzwald-Baar bei den deutschen Mannschaftsmeisterschaften (Bezirksliga) zur Seite.
Jannik und Maja Kohler
Margaretha Müller und Wolfgang Link - das Vorstandsduo des Gesamtvereins – sowie Matthias Grießhaber kümmern sich als Trainer um die Schwimmgruppen. Mit den Geschwistern Jannik (16) und Maja Kohler (15) stehen zwei weitere Talente in den Startlöchern, um die Pflichtzeiten für eine Qualifikation zu den baden-württembergischen Meisterschaften zu erreichen.
Der Trainingsalltag
Die bis zu fünf wöchentlichen Trainingseinheiten – mit jeweils anderthalb Stunden – absolvieren die Nachwuchsschwimmer, die jungen Erwachsenen der ersten Mannschaft und die Teilnehmer der Fördergruppe nach Schließung des Friedenschulbades seit einiger Zeit im Neckarbad. Bis zu drei Bahnen stehen ihnen dort während des öffentlichen Badebetriebes zur Verfügung. Das sind Trainingsbedingungen, die Wolfgang Link nicht als optimal empfindet: „Es ist eng und sehr laut“, bemängelt das SSC-Vorstandsmitglied.
Gleichwohl seien aber die Verantwortlichen und Aktiven des SSC Schwenningen froh darüber, dass der Bäderbetreiber ihnen in vielen Dingen der Trainingseinheiten entgegenkommt und es mit dem Personal des Neckarbades einen harmonischen Umgang gibt.
Die ihnen zur Verfügung stehende Wasserfläche sei mit bis zu zwölf Schwimmenden pro Bahn im Training jedoch ausgereizt, betont Matthias Grießhaber.
Das Zentralbad in VS
Klar ist, dass man sich auch beim SSC Schwennningen ein neues großes Zentralbad in Villingen-Schwenningen wünscht. Sich über Wasser zu halten und die ersten Schwimmübungen zu absolvieren, können die insgesamt 180 kleinen „Forellen“, „Delphine“ und „Haie“ glücklicherweise im Lehrschwimmbecken der Lebenshilfe lernen – einige Gruppen zeitweise auch im Neckarbad.
Doch dort können die Trainer des SSC Schwenningen aufgrund der runden Form des Nichtschwimmerbeckens nur sehr erschwert Schwimmunterricht in Gruppen erteilen, sagt SSC-Abteilungsleiterin Isabell Hoffmann.
Die drei Abteilungen
Der sportliche Schwerpunkt beim SSC Schwenningen liegt neben der Synchronschwimmabteilung auf dem Schwimmsport. „Unsere Skiabteilung ist quasi bis auf unseren begabten alpinen Rennfahrer Lukas Krauß verwaist“, erklärt Vorstandsmitglied Wolfgang Link abschließend.