Nach der Fasnet zieht das SRH-Krankenhaus in Oberndorf für uns Bilanz zur Fasnet: Gab es in diesem Jahr viele alkoholbedingte Notfälle?
Wo Tausende feiern und Alkohol fließt, da kann es auch schnell zu Situationen kommen, in denen Einsatz- und Rettungskräfte gefragt sind. Die Polizei zeigte sich mit dem Verlauf der diesjährigen Fasnet im Kreis Rottweil zufrieden – aber wie sieht es im SRH-Krankenhaus in Oberndorf aus? Gab es dort über die närrischen Tage ein erhöhtes Notfallaufkommen?
„Es gab vereinzelt Fälle von Alkoholvergiftungen“, teilt uns Heidi Mielke, Pressesprecherin am SRH-Krankenhaus in Oberndorf auf Nachfrage mit. Darüber hinaus hätten die Diagnosen dem üblichen saisonalen Spektrum entsprochen, darunter einzelne Stürze sowie Influenza-Erkrankungen.
Kein erhöhtes Notfallaufkommen
Ein erhöhtes Notfallaufkommen habe es während der Fasnet nicht gegeben. „Die Auslastung entsprach dem üblichen Patientenaufkommen an regulären Tagen“, so Mielke. Im Vergleich zum Vorjahr hätten sich auch keine wesentlichen Unterschiede gezeigt. „Die Situation stellte sich in beiden Jahren als insgesamt ruhig, gut organisiert und strukturiert dar“, so das Fazit.
Das Krankenhaus sei regulär besetzt gewesen. Eine personelle Verstärkung hatte man nicht als notwendig erachtet. Also business as usual? Nicht ganz. Eine Änderung im Ablauf gab es: „Am Fasnetsdienstag blieb der OP-Bereich geschlossen (nur für Notfälle offen), an den übrigen Tagen war der OP wie gewohnt in Betrieb und entsprechend belegt.“
Und: Während alkoholbedingte Notfälle nur in geringem Umfang aufgetreten seien, so wurde dagegen auffällig häufig die Diagnose Influenza gestellt, berichtet Mielke. Nicht-akute Eingriffe seien nicht grundsätzlich verschoben worden, „allerdings stellte die Influenzawelle das Personal vor zusätzliche Herausforderungen“.