Im Bad Herrenalber SRH-Gesundheitszentrum wurden drei Corona-Fälle entdeckt. Foto: SRH Gesundheitszentrum Bad Herrenalb

Ein Viruseintrag in Pflegeeinrichtungen und Kliniken kann besonders folgenreich sein. Darum versuchen Einrichtungen, sich gut zu schützen. Bei einer Reihentestung im SRH-Gesundheitszentrum Bad Herrenalb waren jüngst auch einige Tests positiv.

Bad Herrenalb - "Es ist natürlich immer zuerst mal ein Schock", beschreibt Volker Kull, Geschäftsführer der Bad Herrenalber Klinik, den Vorfall auf Anfrage des Schwarzwälder Boten. Bereits vor eineinhalb Wochen habe man im Zuge der wöchentlichen Reihentestungen zwei mit dem Coronavirus infizierte Reha-Patienten feststellen können.

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In Abstimmung mit dem zuständigen Gesundheitsamt Calw seien daraufhin alle Patienten und Mitarbeiter einem weiteren PCR-Test unterzogen worden. Das Ergebnis: ein weiterer positiver Fall. Um eine Ausbreitung in Bad Herrenalb zu verhindern, habe die Klinik die drei Infizierten daraufhin in häusliche Quarantäne entlassen oder den abgebenden Krankenhäusern übergeben.

In der vergangenen Woche habe das Gesundheitszentrum die Neuaufnahmen in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt dann zunächst zurückgefahren, wie Kull weiter berichtet. Seit Donnerstag laufe der Betrieb mit bis zu 220 Reha-Patienten jedoch wieder weitgehend normal.

Zwar sei am Montag erneut ein Bad Herrenalber Patient positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nach Angaben des Geschäftsführers sei dessen nachgewiesene Virusmenge jedoch so gering gewesen, dass dieser nicht mehr infektiös gewesen sei.

Aus der Kontrolle geraten sind die Infektionen im Herrenalber Gesundheitszentrum bislang nicht. Kull vertraut auf das umfangreiche Hygiene- und Testkonzept, das die Klinik in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt aufgesetzt hat.

Umfangreiches Test- und Hygienekonzept

Patienten müssten bei der Neuaufnahme einen negativen Corona-Test vorweisen und würden noch vor der Aufnahme erneut einem Schnelltest unterzogen. Erst wenn dieser negativ verlaufe, würde der Patient aufgenommen. Zudem könne sich das Personal mehrmals wöchentlich testen lassen, was nach Angaben Kulls gut angenommen wird. Reha-Patienten hingegen müssten sich jede Woche einmal testen lassen.

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