Ein Calwer Patient ist enttäuscht von der Reha-Einrichtung, denn auf dem Gelände entdeckt er einige Kothaufen. Wird das Problem größer, wenn noch mehr Hunde mit Herrchen kommen?
Bei seinem Aufenthalt im Dobler Gesundheitszentrum wollte sich Gerhard Trick genauso wohlfühlen wie während seiner vergangenen drei Besuche, denn er hatte sich die Einrichtung wieder bewusst für seine Reha ausgesucht. Doch das könnte nun das letzte Mal gewesen sein. Aufgefallen seien dem Calwer nämlich ziemlich schnell einige Hunde, die sich auf dem Gelände tummelten. Doch nicht die seien das Problem, „sondern deren Hinterlassenschaften“, schildert Trick. Auf dem Weg zum nahe gelegenen Spielplatz „lagen fünf ’Tretminen’“.
Kritik an die Halter, nicht an die Tiere
Der Reha-Gast berichtet: „Man musste nicht danach suchen, sie stachen wie Fliegenpilze ins Auge.“ Und weiter: „Ein Kothaufen glänzte auf dem Gelände des Gesundheitszentrums – zum nächsten, bereitgestellten Kotkasten gerade einmal in fünf Meter Abstand.“ Trick macht unserer Redaktion gegenüber deutlich: „Ich möchte ausdrücklich betonen, dass meine Kritik nicht an die Tiere geht, vielmehr an deren Halter, Besitzer oder Gassiführer.“ Seine Befürchtung: Wenn nun die Zahl der Zimmer mit speziell ausgestatteten Räumlichkeiten für Tiere steigen und demzufolge auch die Anzahl der Hunde auf dem Gelände, könnte sich das Problem verschlimmern.
Ab Ende Mai gibt’s weitere 39 Zimmer
Tatsächlich stehen Reha-Gästen im Dobler Gesundheitszentrum ab Ende Mai weitere 39 Zimmer zur Verfügung, in die sie ihre Vierbeiner mitnehmen können. Wird sich das Problem der Hundekote auf dem Gelände damit bald noch weiter verschärfen? Und wie handeln die Verantwortlichen der Reha-Einrichtung jetzt?
„Grundsätzlich ist uns bewusst, dass Hinterlassenschaften von Hunden auf öffentlichen Wegen und Grünflächen als störend empfunden werden können“, heißt es in einer schriftlichen Antwort des Gesundheitszentrums. Auf dem Gelände würden deshalb in ausreichender Form Hundekotbeutel sowie entsprechende Entsorgungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Darüber hinaus würden die Verantwortlichen der Reha-Einrichtung ihre Gäste mit Hunden anweisen, die Hinterlassenschaften ihrer Tiere ordnungsgemäß zu beseitigen. Von etwa zusätzlichen Mülleimern, genauen Kontrollen oder Sanktionen war unserer Redaktion gegenüber aber nicht die Rede.
Nähe zu Wald- und Spazierwegen
Wenn ab Ende Mai noch mehr Hunde mit ihren Herrchen auf Zeit einziehen, werde man „Sorge dafür tragen, dass sich entsprechende Vorfälle durch unsere Rehabilitandinnen und Rehabilitanden nicht häufen und bestehende Maßnahmen konsequent fortgeführt werden“, heißt es weiter.
Durch die Nähe zu Wald- und Spazierwegen würden auch externe Besucher das Umfeld der Einrichtung nutzen. Und auf deren Fehlverhalten hätten die Verantwortlichen keinen Einfluss.
Sollte sich die Lage aber nicht bessern und weiterhin so viele Häufchen auf dem Gelände zu finden sein, „frage ich mich, ob ein fünftes Mal Dobel als Rehabilitationsstätte für mich in Frage kommt“, meint dagegen Reha-Gast Gerhard Trick.