Alieu Camara läuft am Sonntag zum letzten Mal im Trikot der SpVgg Freudenstadt auf. Damit verliert das Team einen starken Offensivspieler.
Es wird eine schwere Trennung für den Landesligisten SpVgg Freudenstadt werden. Alieu Camara steht vor seiner letzten Partie, wenn es am Sonntag gegen die TSG Balingen II geht. 2016 kam der Gambier nach Freudenstadt und schloss sich der A-Jugend der Freudenstädter an.
Emotionaler Social-Media-Post
Danach schloss sich der heute 27-Jährige den Aktiven an, kickte in der Saison 2017/18 mit Freudenstadt in der Landesliga, danach sehr erfolgreich im Bezirksligateam und schaffte zuletzt auch den Sprung in die Landesliga mit der SpVgg Freudenstadt. Mit zahlreichen Toren hat der Tempodribbler sein Team in den vergangenen Jahren vorangebracht und ist ein fester Bestandteil der Mannschaft geworden.
Nun nimmt Camara aber Abschied von Freudenstadt und der Spielvereinigung. Ihn zieht es nach Berlin. In einem emotionalen Video, das die Freudenstädter veröffentlicht haben, bedankt er sich für die Jahre und drückt seinem Team die Daumen. „Einmal Städter, immer Städter“, fasst es Camara am Ende zusammen.
Unserer Redaktion gab der künftige Berliner einen emotionalen Einblick in seine Gefühlswelt: „Gerade ist die Traurigkeit am stärksten, weil ich hier so viele tolle Menschen kennengelernt habe. Für mich ist es wirklich schmerzhaft, aber ich freue mich auf was Neues.“ Etwas Neues wird die Bundeshauptstadt für Camara mit Sicherheit, denn Berlin hat knapp 167-mal so viele Einwohner wie die Kreisstadt Freudenstadt. Dort wird Camara nicht mehr in der Gerätemontage, sondern in einer Kleidungsfabrik arbeiten. „Ich war schon mal in Berlin und habe dort Freunde. Einen neuen Verein habe ich aber noch nicht, das entscheide ich später.“
Camara behält viele Freunde in Freudenstadt
Den Kontakt zu seiner alten Heimat will er unbedingt weiter pflegen und „immer mal wieder hierher zurückkehren“. Ohne ihn muss die SpVgg weiter um das Überleben in der Landesliga kämpfen. Camara glaubt aber fest daran, dass sein Team die neun Punkte auf das rettende Ufer aufholen kann: „Es ist noch alles offen. Wenn wir weiter Gas geben, können wir die Liga noch halten. Die Jungs haben das Potenzial für die Landesliga.“