In der Kreisliga B könnte es auf ein Fotofinish hinauslaufen. Herbstmeister wurde die Spvgg Bad Teinach-Zavelstein, doch der TSV Neuhengstett überwintert als Spitzenreiter.
Roland Kaiser lag mit seiner Prognose goldrichtig. „Ich erwarte volle Punkteausbeute bis November. Bis zum Spiel gegen den TSV Neuhengstett“, sagte der Spielbetrieb-Leiter der Spvgg Bad Teinach-Zavelstein Mitte September. Die volle Punkteausbeute sollte gelingen. Im umkämpften Spitzenspiel gegen den TSV Neuhengstett (3:3) kam es dann zur Punkteteilung – und auch seitdem marschieren die beiden führenden Teams der Staffel 2 der Fußball-Kreisliga A weiter im Gleichschritt. Einzig aufgrund der besseren Differenz von einem Tor ging die Spvgg Bad Teinach-Zavelstein nach 14 von 28 Spieltagen punktgleich als Herbstmeister durchs Ziel. Da ihre Partie am 15. Spieltag gegen die SG Hirsau/Oberkollbach abgesagt wurde, überwintert dafür der TSV Neuhengstett als Spitzenreiter, da er mit 2:0 gegen den TSV Wildberg gewann.
40 von 42 möglichen Punkten
Nun erst einmal nur Zweiter zu sein, ist für Kaiser allerdings kein Beinbruch. Man sei schließlich Herbstmeister – „und so fühlen wir uns auch“, grinst der Leiter des Spielbetriebs. Keiner Wunder, denn 40 von 42 möglichen Punkten geholt zu haben ist nach dem Abstieg aus der Kreisliga A in der Vorsaison zweifelsohne ein starkes Zeichen. Mit Jonathan Pfrommer und Christoph Raiser, die zusammen bislang 24 Treffer erzielt haben, sind bei der Spvgg Bad Teinach-Zavelstein wieder zwei wichtige Säulen an Bord. Auch der lange verletzte Matthias Rentschler (13 Saisontore) ist in alter Form. Bester Torschütze ist mit 16 Treffern jedoch der nun offensiver spielende Fabrian Padubrin. Bei diesem Überangebot in der Offensive konnte man es sich sogar leisten, mit Marco Kirr einen Stürmer zum Innenverteidiger umzuschulen. „Das funktioniert richtig gut“, freut sich Kaiser.
Keine Hallenturniere
Als Herbstmeister können sich die Spieler nun erst einmal ausruhen, denn an Hallenturnieren wird die Spvgg Bad Teinach-Zavelstein nicht teilnehmen. „Die Jungs sind rege im Training, aber von der Halle halten sie nicht viel“, erklärt Kaiser. Neben dem Verletzungsrisiko spiele dabei auch die Urlaubsplanung eine Rolle. „So gerne sie alle Fußball spielen, aber es gibt ja auch noch andere Möglichkeiten, seine Freizeit zu gestalten, gerade zwischen Weihnachten und Neujahr. Das nehme ich den Jungs nicht übel“, unterstreicht Kaiser.
Umso mehr liegt der Fokus auf der Rückrunde. Das Umfeld wünscht sich natürlich, dass die Mannschaft durch die zweite Saisonhälfte ähnlich stark marschiert. „Es wäre zu viel Understatement zu sagen, dass wir das nicht fortführen wollen. Ich sehe uns weiter in der Konkurrenz mit dem TSV Neuhengstett. Aber man muss auch das nötige Glück haben, verletzungsfrei zu bleiben“, meint Kaiser, der seine Mannschaft auch mental für topfit hält: „Die Motivation ist absolut da. Die Jungs pushen sich gegenseitig.“
In die Regularien schauen
Ganz dick im Kalender angestrichen ist zweifelsohne der 17. Mai, wenn es zum zweiten Aufeinandertreffen zwischen der Spvgg Bad Teinach-Zavelstein und dem TSV Neuhengstett kommt. An diesem Tag könnte sich die Meisterschaft entscheiden – oder bei einem erneuten Unentschieden ein Fotofinish eingeläutet werden. Kaiser lacht: „Dann müsste ich noch einmal ganz genau in den WFV-Regularien nachsehen, wie das bei Punktgleichheit ist.“