Eine große Staubwolke lässt die Brückensprengung erahnen Foto: Schwind

Seit Dienstagnachmittag ist die Neckarbrücke an der Kreisstraße K 5502 zwischen Fischingen und Mühlheim Geschichte. Mit einem lauten Knall und reichlich aufgewirbelten Staub ist die 1953 gebaute, 50 Meter lange Bogenbrücke unter Verwendung von 30 Kilogramm Sprengstoff in sich zusammen gefallen.

Sulz-Fischingen/Mühlheim - In den nächsten vier Tagen sollen nun die übrig gebliebenen 500 Kubikmeter Betonabbruch zerkleinert und abtransportiert werden. Bereits die Vorgängerbrücke war, wenn auch aus anderen Gründen, gesprengt worden. Die Wehrmacht hatte die Brücke zum Ende des Zweiten Weltkrieges am 16. April 1945 gesprengt. Deshalb musst das Umfeld der Brücke nach eventuellen Spreng-Rückständen abgesucht werden. Das Sprenggebiet wurde mit acht Wachposten und zwei Polizeiwagen abgesperrt. Wer sich die Sprengung anschauen wollte, durfte das aus rund 150 Metern Entfernung.

Um eventuelle Schäden an den benachbarten Gebäuden feststellen zu können, waren zur Beweissicherung Messgeräte positioniert worden. Damit aus Umweltschutzgründen, keine Betonteile in den Neckar fallen, wurde die Brücke mit Schwersprengmatten eingepackt. Durch die Wucht der Sprengung wurden allerdings zwei der Matten in den Neckar geschleudert.

Für die Sprengarbeiten war die Firma Reisch Sprengtechnik aus Apfeldorf beauftragt worden. Die Nacht vor der Sprengung hatten Angestellte der Sprengfirma den bereits an der Brücke positionierten Sprengstoff bewacht. "Obwohl es sich bei der Brücke um einen eher kleineren Sprengkörper handelt, musste trotzdem eine akribische Planung und Vorarbeit geleistet werden", erklärte der Geschäftsführer und Sprengspezialist Eduard Reisch gegenüber unserer Zeitung.