Welche Songs und Künstler wurden am meisten gestreamt? Spotify veröffentlicht seinen Jahresrückblick. (Symbolfoto) Foto: Fabian Sommer/dpa

Welche Songs und Künstler werden in der Region am meisten gestreamt? Wir haben die Ergebnisse.

Das Jahr 2020 war und ist in seinen letzten Tagen aufgrund der Corona-Pandemie alles andere als gewöhnlich. Lockdown, Home Office und Quarantäne waren dafür verantwortlich, dass die Menschen mehr Zeit als sonst zu Hause verbracht haben. Zur Unterhaltung und gegen den Corona-Blues durfte dabei die Musik nicht fehlen. Doch welche Songs und Künstler wurden in der Region am häufigsten gestreamt? Antworten erhalten Sie in unserem (SB+)Artikel.

 

Bei den internationalen Jahrescharts auf Spotify belegt in diesem Jahr der Rapper Bad Bunny Platz eins der meistgestreamten Künstler und liefert mit "YHLQMDLG" auch das erfolgreichste Album des Jahres. Auf Platz eins der internationalen Songs landete der kanadische R&B- und Hip-Hop-Sänger The Weeknd mit seinem Track "Blinding Lights".

Deutschlandweit stand 2020 laut des Spotify Jahresrückblicks "Wrapped" wieder ganz im Zeichen des Hip-Hop und Rap: Bereits zum zweiten Mal in Folge ist der deutsche Rapper Capital Bra auf Platz eins der meistgestreamten Künstler in Deutschland. Die Rapper Apache 207 und Samra belegen Platz zwei und Platz drei im Gesamtranking.

Das am meisten angehörte Album des Jahres auf Spotify in Deutschland ist "Treppenhaus" von Apache 207, und The Weeknd landete mit dem weltweit erfolgreichsten Song des Jahres “Blinding Lights” auch in Deutschland auf den ersten Platz. Die meistgestreamte Künstlerin auf Spotify in Deutschland ist die Schweizer Rapperin Loredana.

Jahresrückblick in der Region

Doch was hören die Menschen in der Region auf Spotify? Deckt sich das Ergebnis mit dem internationalen und deutschlandweiten Rückblick?

Die Liste der meistgestreamten Künstler in der Region wird ganz klar dominiert von den deutschen Rappern Capital Bra, Samra, Apache 207 und Bonez MC. Fast in jeder Ortschaft oder Stadt kämpfen sie um die Plätze eins bis drei. Tatsächlich sind nur wenige Ausnahmen zu finden.

So in Baiersbronn: Dort schlägt sich nämlich der deutsche Rapper Ufo361 auf den dritten Platz. Und in Bad Dürrheim führt der Sänger und ehemalige Gewinner der Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" Pietro Lombardi die Liste der meistgestreamten Künstler an.

Einzig die Rottenburger trotzen den deutschen Rappern. Zwischen Capital Bra auf dem ersten und Apache 207 auf dem dritten Platz steht ganz überraschend der Schlagersänger Andy Schäfer.

Kaum weibliche Künstler

Auch Tübingen fällt aus der Rolle. Die Stadt ist die einzige in der Region, in der eine Frau unter den meistgestreamten Künstlern zu finden ist: Billie Eilish belegt den zweiten Platz. Am meisten hören die Tübinger Spotify-Nutzer außerdem keinen deutschen Künstler, sondern den österreichischen Dancehall- und Hip-Hop-Musiker und Produzenten RAF Camora.

The Weeknd ist zwar in keiner Top drei der meistgestreamten Künstler in der Region zu finden, dafür dominiert jedoch sein Hit "Blinding Lights" die Liste der meist gehörten Songs. Einzig in Bad Dürrheim war dies in diesem Jahr "Cinderella" von Pietro Lombardi, und in Tübingen führt "Fallen Leaves" von Billy Talent die Liste an - dies ist gleichzeitig die einzige Platzierung aus dem Genre Rock.

Songs von weiblichen Künstlern, sowie aus Genres außerhalb des Raps oder Hip-Hops tauchen nur sehr vereinzelt in den Listen der top Liedern auf - und nur einmal unter den Top drei: "Dance Monkey" der australischen Sängerin und Songwriterin Tones And I schafft es in Hechingen auf Platz drei und in Bad Wildbad sogar auf Platz zwei.

Meist werden die Plätze zwei und drei der meistgestreamten Songs jedoch angeführt von "Roller" von Apache 207, "Breaking Me" des deutschen Musikers Topic zusammen mit dem schwedischen Sänger A7S, "Rockstar" der US-amerikanischen Rapper DaBaby und Roddy Ricch, sowie der Imanbek-Remix zu dem Lied "Roses" vom amerikanischen Rapper Saint Jhn.

"Bibi und Tina" zwischen Rap und Hip-Hop

Keine Rapper, dafür deutsche Allround-Musiker, landen in Tübingen auf dem zweiten Platz: SDP mit "Unikat". In Baiersbronn erreicht außerdem "Hope" des 2018 ermordeten Rappers XXXTentacion den dritten Platz.

Die Corona-Situation schlägt sich ganz leicht einzig in Tübingen auf den Spotify-Jahresrückblick aus: Zwischen Liedern der Genren Rap und Hip-Hop sticht ganz klar das "Bibi und Tina Lied" auf Platz 17 hervor. Vielleicht ist diese Platzierung auf das Home Schooling zurückzuführen, oder die Tübinger schwelgen auch gerne mal in Liedern von Kinderserien.

Info: Spotify

Der schwedische Audio Streaming Service ging im Jahr 2008 an den Start. Auf Spotify können Hörer laut Angaben des Unternehmens über 60 Millionen Songs und mehr als 1,9 Millionen Podcasts kostenlos streamen, in Playlists verwalten und mit Freunden teilen.