Beim Turn- und Sportring Weil am Rhein muss die Satzung erneut geändert oder ein Präsident gewählt werden. Dafür gibt es eine außerordentliche Mitgliederversammlung.
Der Turn- und Sportring fordert seine Mitglieder auf, zahlreich zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zu erscheinen, die für den 28. Januar anberaumt ist. Es geht um nichts weniger als seine weitere Funktionsfähigkeit, wird im Gespräch mit Präsidiumsmitglied Alexandra Pätz deutlich.
Der Turn- und Sportring lädt zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung ein. Warum ist diese nötig?
Wir fünf Vorstandsmitglieder möchten gleichberechtigt und auf Augenhöhe zusammenarbeiten. Bisher gab es aber immer ein Präsidium, dem laut der aktuell noch gültigen Satzung ein Präsident vorstehen muss. Dies wollten wir ändern, um haben daher den Wortlaut der Satzung angepasst. Diese haben wir der Mitgliederversammlung zur Zustimmung vorgelegt und beim Vereinsregister eingereicht. Doch sie wurde zwei Mal an uns zurückverwiesen: Einmal, weil bei der konstituierenden Sitzung im Jahr 2024 nicht mindestens die Hälfte aller Mitgliedsvereine anwesend war, und der in einer anschließend einberufenen außerordentlichen Mitgliederversammlung gefasste Beschluss vom Vereinsregister nicht anerkannt wurde. Das zweite Mal, weil aus den bei der Mitgliederversammlung 2025 eingefügten Veränderungen nach Ansicht des Vereinsregisters nicht hervorging, wer neben der Kassiererin – also mir – noch vertretungsberechtigt ist. Es geht also letztlich darum, dass jemand nach außen hin Verantwortung übernimmt.
Ist die Vorstandsarbeit unter den gegebenen Umständen noch zu stemmen?
Wir kriegen das hin: Die Sportlerwahl findet zwei Monate vor der Sportlerehrung statt, also meistens im Januar. Der Dreiländerlauf ist im Mai, ab da haben wir keine Großveranstaltungen für den Rest des Jahres. Aber von Januar bis Mai sind wir sehr gut beschäftigt.
Wie viele Mitgliedsvereine haben Sie?
Um die 35, aus den Bereichen Sport und Soziales. Wir sind breitgefächert. Die Bandbreite reicht vom Angelverein über den CVJM, die DLRG, Turn- und Fußballvereine bis hin zum MSC Dreiländereck und zum Yachtclub Weil am Rhein.
Was sind die Aufgaben des Turn- und Sportrings?
Wir sind das Bindeglied zwischen den Vereinen und der Stadt Weil am Rhein. Wir greifen alle Belange, welche die Vereine an uns herantragen auf und versuchen, sie zu lösen.
Sind die Vereine weiter an dessen Bestehen interessiert?
Ich würde sagen ja, denn das Interesse bei der vergangenen Mitgliederversammlung, in der über die neue Satzung abgestimmt wurde, war ausgesprochen hoch. Grundsätzlich haben die Vereine aber das gleiche Problem wie wir: Es wird immer schwieriger, Ehrenamtliche zu finden, die sich engagieren wollen.
Wird es in diesem Jahr eine Sportlerehrung geben? Wenn ja, wer organisiert und plant diese?
Ja, die Sportlerehrung findet am Freitag, den 17. April, statt. Sie wird von uns, dem Turn- und Sportring, organisiert. Dabei werden wir von Personen unterstützt, die uns nahestehen: Ehepartner und Freunde.
Was wäre jetzt der nächste wichtige Schritt?
Wichtig wäre, dass möglichst viele Mitglieder zur außerordentlichen Mitgliederversammlung am Mittwoch, 28. Januar, um 19.30 Uhr, im Jugendraum des ESV Weil am Rhein, Dr.-Peter-Willmann-Allee 8, kommen. Dort müsste dann die Satzungsänderung im dritten Anlauf endgültig verabschiedet oder aber doch ein Präsident oder eine Präsidentin gewählt werden.
Zur Person:
Alexandra Pätz (30) ist Präsidiumsmitglied für den Bereich Finanzen des Turn- und Sportrings Weil am Rhein. Die Weilerin und Bürokauffrau ist verheiratet mit Dominik Pätz, ebenfalls Präsidiumsmitglied im Turn- und Sportring. Die beiden gehören auch dem Vorstand der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Weil am Rhein an.