Glückwünsche für einen erfolgreichen Sportler (von links): Silvia Eichin-Böhler, Zsotti Berki mit Frau und Manuel Berger Foto: Wolfgang Grether

Pfingsten in Gresgen ist seit Jahren Grümpelturnierzeit. Die Ringer des Sportvereins laden ein. Der Förderverein Pro Ringen ist für Bewirtung und Organisation zuständig.

Harmonisch, so lässt sich die Zusammenarbeit der Vereine beschreiben. Eigentlich klar, denn sie haben das gleiche Ziel und die Einnahmen aus dem Fußballgrümpel dienen dazu, das Vereinsleben zu stärken und die Ringergemeinschaft zu unterstützen. Ganz nebenbei betreibt der Verein Breitensport über seine Freitagskicker, ein immer offenes Training und ein Angebot an Kinder und Jugendliche, das weit über Ringen hinausgeht. Ein Engagement, das Bürgermeisterin Marion Isele nicht verborgen blieb. Verbunden mit einer kleinen Motorradtour besuchte sie den Rümmelisbühl. Als Besucherin am Rande des Geschehens beobachtete die Rathauschefin interessiert das Geschehen, ohne sich in den Mittelpunkt zu stellen. Im persönlichen Gespräch verriet sie ganz nebenbei ihre Vorliebe für den Sport und für die Vereinsarbeit. Auch bei vollem Terminkalender hat sie die Absicht, sämtliche Vereine der Schwanenstadt Zell zu besuchen. Und dazu gehören für Marion Isele selbstverständlich auch alle Teilorte.

 

Herrliches Wetter, viel Freizeitfußball und etwas Bier gehören zur Tradition auf dem Gresger Hausberg, dem Rümmelisbühl. „Das schönste Stadion überhaupt, so beschrieb der Vorsitzende von Pro Ringen den Bolzplatz am Dorfrand. Klang reichlich übertrieben, aber der Sympathiewert stimmte auf jeden Fall für die 19 teilnehmenden Mannschaften, die sich in der Dorfgruppe, den Gästegruppen, bei den Auswahlmannschaften der Damen und der Jugend zum Spiel trafen. Durchaus sportlich, der erkennbare Anspruch und durchaus sehenswert die fußballerische Leistung von allen Akteuren. Gewinner gab es auch und dazu viele Sieger der Herzen. Auf das Siegertreppchen durchgesetzt haben sich bei den Damen die Kickerinnen der Jugendgruppe Adelsberg vor den Glücks-Pilsen und bei der Jugend die Fußballer des SV Gresgen.

Das 3:0 von Team Gresgen gegen die Schellenwercher aus Hausen im Endspiel der offenen Gruppe lässt eine einseitige Partie vermuten. Aber so war es nicht. Ausgeglichen und spielerisch durchaus anspruchsvoll, kämpferisch und mit viel Leidenschaft hätte das Ergebnis auch anders ausfallen können.

Absoluter Höhepunkt in Gresgen ist und bleibt das Topmatch im Dorfpokal. Der ging an die Dorfjugend „Reloaded“. Tatsächlich ist die ehemalige Dorfjugend etwas in die Jahre gekommen, deshalb der „Reoloaded-Hinweis“, aber Kicken können sie noch immer. Beherzt das Spiel, fein das Ballgefühl und energisch der Antritt. Das gab den Ausschlag für den Erfolg gegen den SV Gresgen, wobei die SV-Ringer sich als Fußballer nicht verstecken brauchten.

Für gute Laune nach den Spielen und der Siegerehrung war wie seit Jahren DJ Vito zuständig. Er ließ abtanzen und feiern. Die Preise der Tombola konnten sich sehen lassen. Ein Mountainbike im Wert nahe an der 1000-Euro-Grenze, Gutscheine aus dem Schützenstübli Adelsberg und dem Europapark luden zum Loskauf ein.

Eine besondere Ehrung gab es am Rande des Grümpelturniers auf dem Gresger Rümmelisbühl. Der für den SV Gresgen antretende Ringer Zsotti Berki hatte sich über den Gewinn der Südbadischen Meisterschaften für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert. Auf dem Weg dorthin nutzte er die German Masters der Veteranen in Warnemünde als Durchgangsstation und gewann prompt den Titel in seiner Gewichtsklasse. Große Anerkennung gab es dafür von der Vorsitzenden des SV Gresgen, Silvia Eichin-Böhler, und des Vorstandes von Pro Ringen, Manuel Berger. Viel Empathie zeichnet den erfolgreichen Ringer aus. Mit seiner Familie am Turnier als Gast anwesend, ließ sich der Star nicht feiern, sondern stellte sich auch bei der Essensausgabe im Zelt in der Reihe hinten an.