Die Albert-Schweitzer-Schule in Villingen-Schwenningen: Ihre Turnhalle ist sanierungsbedürftig.Ob die beantragten Fördergelder kommen, ist aber offen. Foto: Daniela Schneider

Für die Sporthallen der Landesberufsschule und der Albert-Schweitzer-Schule will der Schwarzwald-Baar-Kreis Zuschüsse erhalten. Die Förderchancen sind aber eher gering.

Der Kreis bewirbt sich um Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“. Das Geld hätte man gerne für die Sanierung der Sporthalle der Landesberufsschule für das Hotel- und Gaststättengewerbe sowie die Halle der Albert-Schweitzer-Schule. Der Kreistag hat sich für die Teilnahme am Interessenbekundungsverfahren ausgesprochen.

 

Bundesweit stehen für den Projektaufruf 2025/2026 333 Millionen Euro zur Verfügung. Ziel des Programms ist es, den Sanierungsstau bei kommunalen Sportstätten abzubauen.

Gefördert werden vor allem umfassende bauliche und energetische Sanierungen. Der Bund übernimmt 45 Prozent der Kosten, pro Projekt sind Förderungen zwischen 250 000 Euro und acht Millionen Euro möglich.

Voraussetzung ist unter anderem das Erreichen eines bestimmten Energieeffizienzstandards.

Neues Dach und Fenster

Für die Sporthalle der Landesberufsschule liegt bereits eine Machbarkeitsstudie vor. Vorgesehen sind unter anderem die Erneuerung des Dachs, eine Außendämmung sowie neue Fenster. Die veranschlagten Kosten betragen 800 000 Euro, die Umsetzung ist von März bis Oktober 2026 geplant.

Für die Sporthalle der Albert-Schweitzer-Schule sind Maßnahmen wie die Dezentralisierung der Warmwasserbereitung, der Einbau von Prallwänden, ein neuer Hallenboden sowie der Rückbau der Lüftungsanlage vorgesehen.

Die Sporthalle der Albert-Schweizer-Schule wurde um das Jahr 1979 errichtet. Bis heute wird sie täglich für den Schulsport sowie von Vereinen genutzt. Sie befindet sich in einem sanierungsbedürftigen Zustand. Foto: Daniela Schneider

Die prognostizierten Kosten belaufen sich auf 1,7 Millionen Euro, verteilt auf die Haushaltsjahre 2026 und 2027. Die Sanierung beginnt mit der Ausführungsplanung diesen Januar. Im April wird ausgeschrieben. Zu Beginn der Sommerferien 2026 sollen die Rückbau- und Erdarbeiten beginnen. Ab September 2026 folgen die Technische Gebäudeausrüstung, Elektro- und Ausbaugewerke. Eine Sanierung im laufenden Betrieb ist dabei ausgeschlossen. Die Fertigstellung ist für Mai 2027 vorgesehen.

Chancen eher gering eingeschätzt

Die Verwaltung weist allerdings darauf hin, dass die Chancen auf eine Förderung eher gering sind. Beide Hallen werden derzeit mit Erdgas beheizt, was das Erreichen der geforderten Energieeffizienzstandards erschwert. Nach Einschätzung des Energieberaters wären dafür deutlich umfassendere Sanierungen an Gebäudehülle und Technik notwendig. Das aber kann sich der Kreis aktuell nicht leisten.

Der zuständige Amtsleiter Stefan Löffler drückte es in der Sitzung des Kreistags angesichts knapper finanzieller Ressourcen so aus: „Wir wollen nur das Notwendige machen.”

Alternative Förderung wird geprüft

Trotzdem reicht der Kreis die Bewerbung ein, um mögliche Zuschüsse nicht ungenutzt zu lassen, gemäß der Devise, die Amtsleiter Löffler ausgab: „Man kann es probieren.”

Parallel prüft die Verwaltung alternative Förderprogramme, unter anderem über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sowie „Klimaschutz Plus BW“, die zusätzliche Zuschüsse ermöglichen könnten.