Nagold hat Bedarf an Sportstätten. Und genau deshalb steht die Sanierung der Eisberghalle an. Die einstige Kasernenhalle wird zu einer modernen Dreifeldhalle ausgebaut. Bereits ab 30. September steht die Halle den Schulen und Vereinen nicht mehr zur Verfügung.
Nein,wirklich überraschend kommt die Sanierung nicht. Schon seit Jahren schlägt das Thema lokalpolitisch auf. Und doch geht es nun auf einmal ganz schnell voran.
„Die Halle wird ab 30. September 2024 nicht mehr für den Schul- und Vereinssport zur Verfügung stehen“, informiert Nagolds Pressesprecherin Julia Glanzmann auf Nachfrage der Redaktion.
Das kommt für manche dann doch zackig. Schließlich wurde in der Mai-Sitzung des Technischen Ausschusses noch von einem Baubeginn im zweiten Quartal des kommenden Jahres ausgegangen. In den Unterlagen der Planer, die auch Grundlage für den späteren Baubeschluss waren, heißt es jedenfalls, dass die Zeit vom dritten Quartal 2024 bis zum ersten Quartal 2025 für die Ausführungsplanung und die Ausschreibungen genutzt werden soll.
Doch scheinbar wird doch schon ab Herbst dieses Jahres losgelegt. Julia Glanzmann spricht von „Vorbereitungsarbeiten zum Umbau der Halle“, die bereits im zweiten Halbjahr 2024 gestartet werden. Der „tatsächliche Umbau der Halle“ werde dann im 2. Quartal 2025 beginnen.
Nun sind Alternativen gefragt
Am 30. September 2024 ist also Schluss mit Schulsport und Vereinsaktivitäten in der Eisberghalle. Dann sind Alternativen gefragt.
Bei der Frage, ab wann die Schulen von dem Stichtag wussten, antwortet die Stadt: „Sowohl Schulen als auch Vereine wurden rechtzeitig vorab in den Entwicklungsprozess mit eingebunden.“ Das heißt freilich noch nicht, dass es für alle bereits eine Lösung gibt. Bei den Schulen ist hauptsächlich die Christiane-Herzog-Realschule betroffen, aber auch die Zellerschule hatte bisher Belegungszeiten in der Eisberghalle. Julia Glanzmann zum Thema Schulsport: „Derzeit werden verschiedene Alternativen ausgelotet.“
Auch Vereinssport ist betroffen
Ähnlich sieht die Situation für die Vereine aus. Vor allem der VfL Nagold aber auch die Mohawks sind vom Ausfall der Eisberghalle betroffen. „Fußball, Baseball, Schwertkampf, Kyudo, Karate, Tanzen“, führt Julia Glanzmann die Sportarten aus, die in der Eisberghalle betrieben werden. Ab 30. September würden die Vereine in verschiedenen Hallen der Kernstadt und der Stadtteile untergebracht.
Nahezu zehn Millionen Euro soll die Modernisierung kosten. Neben drei Hallenteilen mit jeweils eigenen Umkleiden und Sanitärbereichen ist auch der Bau eines 170 Quadratmeter großen Multifunktionsraums vorgesehnen.
Ein Fertigstellungsdatum gibt es zwar noch nicht, doch die Stadt bleibt hier beim bisherigen Zeithorizont: „Die Umbauzeit der Halle wird voraussichtlich bis zum 3. Quartal 2026 dauern.“