Bei der Sanierung von Sportstätten könnte die Realschule in Balingen im kommenden Jahr womöglich von einem neuen Förderprogramm profitieren. Foto: Eyckeler

Einige Sportstätten in Balingen müssen dringend saniert werden. Die Haushaltslage spielt dabei auch eine Rolle. Nun macht ein Förderprogramm aus Berlin Hoffnung.

Im Rahmen der sogenannten Sportstättenkonzeption möchte die Stadt Balingen herausarbeiten, welche Sanierungsmaßnahmen Feldern, Hallen und Co. zugute kommen können. Das große Problem: Das Geld ist knapp. Eine Nachricht aus dem politischen Berlin stimmt die Verantwortlichen nun aber hoffnungsvoll.

 

Die Mitteilung kam kürzlich aus dem Abgeordnetenbüro von Thomas Bareiß (CDU). Dort ist zu lesen, dass der Haushaltsausschuss jüngst grünes Licht für das Bundesförderprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ zur Unterstützung des Breitensports vor Ort gegeben habe.

Bis 15. Januar kann man Skizzen einreichen

„Mit dem Geld können kommunale und vereinseigene Sportstätten wie beispielsweise Schwimmbäder, Turnhallen oder Sportplätze saniert werden“, heißt es. „Mit der Sportmilliarde setzt der Bund ein klares Bekenntnis für seine Kommunen sowie für die Vereine in unserer Heimat. Nichts stärkt den Zusammenhalt und den Teamgeist mehr als der Sport“, wird Bareiß zitiert.

Bis zum 15. Januar 2026 sind Städte und Gemeinden sowie Landkreise, wenn sie Eigentümer der Einrichtung sind, aufgerufen, Projektskizzen für geeignete Sportstätten digital beim Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung einzureichen.

Unsere Redaktion hat bei der Stadt Balingen nachgefragt, ob die frohe Botschaft das Rathaus schon erreicht hat. „Ja, wir haben das mit Interesse zur Kenntnis genommen, begrüßen dieses notwendige Förderprogramm und hoffen darauf, dass wir dort zum Zuge kommen“, heißt es auf Anfrage.

Förderantrag für die Sanierung der Realschulturnhalle angedacht

Die Verwaltung hat darüber hinaus bereits klare Vorstellungen, in welches Unterfangen mögliche Förderbeträge fließen könnten. „Die Verwaltung schlägt dem Gemeinderat vor, einen Förderantrag für die Sanierung der Realschulturnhalle zu stellen“, schreibt Stadtsprecher Dennis Schmidt. Man hoffe auf 3,3 Millionen Euro für die Sanierung.

In Sachen Sportstättenkonzeption läuft laut Stadt alles nach Plan: Das Vergabeverfahren an ein begleitendes Fachbüro ist demnach abgeschlossen. Die Beauftragung zur Durchführung der Sportstättenkonzeption an das ausgewählte Projektteam sei erfolgt, heißt es. „Anfang kommenden Jahres soll die Auftaktveranstaltung zum Sportstättendialog durchgeführt werden.“

Der Bundestagsabgeordnete Bareiß zeigt sich überzeugt vom Förderprojekt: „Mit der nun veröffentlichten bürokratiearmen Förderkulisse schaffen wir zudem eine Blaupause für Bürokratieabbau und effizienten Mitteleinsatz zukünftiger Förderprogramme“, betont der CDU-Mann.

Vor rund einem Jahr stellte die Stadt die Sportstättenkonzeption dem Gemeinderat vor. Damals ging die Verwaltung bereits von Sanierungs- und Instandhaltungskosten in Höhe von rund 45 Millionen Euro aus.

Ausstattung vieler Hallen nicht mehr zeitgemäß

Das bestehende Raumprogramm sowie die Ausstattung vieler Hallen seien als nicht mehr zeitgemäß anzusehen, hieß es damals. Auch die Hallenkapazitäten und die Anzahl der „sehr pflegeintensiven Sportplätze“ seien nur noch schwer mit den tatsächlichen Bedarfen in Einklang zu bringen.

Mithilfe der Konzeption wolle man die städtischen Sportstätten effizient verbessern und zugleich Einsparungen aufgrund der klammen Haushaltslage aufzeigen. Ein Zuschuss aus Berlin dürfte daher sehr willkommen sein.