Nach ihrem Meistertitel im vergangenen Jahr haben die Luftpistolenschützen des ESV Weil beim Bundesliga-Finale in Rothenburg den dritten Rang belegt.
Schon die Vorzeichen vor dieser Finalrunde waren nicht dazu angetan, das Weiler Team bei diesem Finale auf den Favoritenschild zu heben. Es fehlten nämlich die beiden Ukrainer Viktor Bankin und Oleg Omelchuk, die mit ihrer Klasse in solchen engen Entscheidungen das gewisse Etwas ausmachen können. „Wir haben alles versucht, um ihnen die Ausreise aus dem kriegsgeschüttelten Land zu ermöglichen. Da beide aber dem ukrainischen Militär angehören, wurde beiden die Ausreise aus privaten Gründen nicht erlaubt“, informierte ESV-Trainerin Helga Kopp in Rotenburg.
Erstmals dabei für die Weiler Mannschaft war mit Cédric Grisoni einer der bester Schweizer Luftpistolenschützen bei dieser deutschen Finalrunde. Er war aber in Rotenburg nicht der Weltklassemann, der dem ESV entscheidend weiterhelfen konnte.
Der ESV Weil hatte die Runde in der Bundesliga-Süd als Zweiter abgeschlossen und traf somit im Viertelfinale auf den Dritten aus der Nordgruppe. Das war der SV Falke Dasbach, einer der erfolgreichsten Schützenvereine Hessens.
Dennoch reichte Dasbachs Klasse nicht aus, um dem ESV Weil entscheidend Paroli zu bieten. Die Grenzstädter setzten sich klar mit 4:1 durch. Weils Topschütze Michael Schwald gewann sein Duell klar, erzielte mit 384 von 400 möglichen Ringen das beste Ergebnis aller Schützen. Auch Patrick Meyer, der ebenfalls über 380 Ringe schoss, gewann gegen seinen Gegner deutlich. Und auch Grisoni an Position zwei , der sich aber lediglich mit einem Ring Vorsprung durchsetzte und Enrico Schaich bezwangen ihre Gegner. Lediglich Sylvain Garconnot blieb deutlich unter seinen Möglichkeiten, hatte das Nachsehen gegen seiner Dasbacher Gegner.
Das Aus kam dann im Halbfinale am frühen Samstagabend gegen den SV 1935 Kriftel mit 1:4-Siegpunkten recht deutlich. Im vergangenen Jahr mit Viktor Bankin hatten sich die Weiler im Halbfinale noch gegen Kriftel durchgesetzt. Diesmal reichte es nicht.
In den fünf Duellen konnte sich lediglich Patrick Meyer behaupten. Ein großartiges Duell lieferte sich Michael Schwald mit seinem Nationalmannschafts-Kollegen Christian Reitz. Am Ende setzte sich Reitz mit 386:385 Ringen gegen den Hauinger durch. Grisoni, Schaich und Nathalie Schelken, die den zuvor indisponierten Garconnot ersetzte, verloren ihre Duelle hauchzart. Schaich musste sich seinem Kontrahenten Otto mit drei Ringen Rückstand geschlagen geben, Schelken gar nur mit einem. Mit dem Quäntchen Glück hätte der ESV Weil auch ins Finale einziehen können.
Im Duell um Bronze trafen die Weiler auf den Nordbundesligisten mit dem unaussprechlichen Namen Sp.Sch..St. Seb.Pier 2000 und siegten gegen die St. Sebastianus-Sportschützen Pier aus dem Ortsteil von Langerwehe in Nordrhein-Westfalen verdient mit 3:2. Herausragend schoss bei diesen nationalen Titelkämpfen Weils Spitzenmann Michael Schwald. Mit 390 Ringer war in diesem Bronzematch keiner besser als er.
SV Falke Dasbach – ESV Weil 1:4 – Mattis – Schwald 374:384 Ringe, Philipp – Grisoni 369:370; Bahrmann – Meyer 374:381; Braun – Schaich 364:375; Schwender – Garconnot 365:362.
ESV Weil – SV 1935 Kriftel 1:4. – Schwald – Reitz 385:386; Grisoni – Lunev 378:391; Meyer – Sänger 378:375; Schaich – Otto 376:379; Schelken – Schenk 376:377.
Sp.Sch.St.Seb.Pier2000 – ESV Weil 2:3 – Jako – Schwald 375:390; Kremser – Grisoni 379:378; 373:377; 374:376; 372:367; Januszek – Schaich 374:376; Kögler – Schelken 372:367.