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Sportschiessen Das Ziel bleibt weiterhin im Visier

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Madeleine Maier von der SGi Rottweil beweist als Bogenschützin Talent und Können. Foto: Schleeh Foto: Schwarzwälder Bote

Unmittelbar vor ihrem womöglich größten Erfolg wurde Madeleine Maier ausgebremst. Die Bogenschützin von der Schützengilde Rottweil bekommt wie derzeit alle Sportlerinnen und Sportler die Auswirkungen der Corona-Pandemie zu spüren.

Im Januar wurde Madeleine Maier zum wiederholten Mal Landesmeisterin und fieberte daher mit großen Erwartungen der DM in fränkischen Hof entgegen, die in der ersten Märzhälfte geplant war. "Einen Tag vorher wurde dieser Wettkampf leider wegen Corona abgesagt", bedauert Alexandra Maier. Die Mutter von Madeleine war überzeugt, dass ihre Tochter aufgrund ihres Potenzials und starken Leistungsform bei der DM eine sehr gute Rolle gespielt hätte. Hoffnung keimte, dass sich nach der geplanten dreiwöchigen Schießpause im Anschluss der deutschen Meisterschaft die Lage wieder normalisiert, was sich als aber Trugschluss herausstellen sollte.

Dennoch wurde diese Zeit für intensives Kraft- und Ausdauertraining genutzt. "Dabei wurde sie von ihren Landesleistungstrainern online angeleitet. Da die Corona-Pandemie anhält und weiterhin dafür sorgt, dass die Aktivitäten in den Schützenvereinen ruhen, musste Madeleine ausweichen. Sie hat zum Glück die Möglichkeit, daheim ihren Bogen zu benutzen", erklärt Alexandra Maier.

Denn im Garten des Elternhauses in Göllsdorf kann die 17-Jährige alleine trainieren, die Zielscheiben ins Visier nehmen und ihre Mutter kann hier weiterhin sehr gut helfend zur Seite stehen. "Das macht alleine nicht ganz so viel Spaß wie in der Gruppe, ist aber leider nötig", so Madeleine Maier, die daher hofft, dass es demnächst eine sichere Lösung gibt, um wieder im Verband trainieren zu können.

Für nächstes Jahr ist ihr Ziel, in ihrer neuen Klasse (Juniorinnen), weiter Fortschritte zu machen und dann deutsche Meisterin zu werden Aber in erster Linie möchte sie weiterhin Spaß am Bogenschießen haben und Konkurrentinnen um sich wissen, mit denen sie sich messen kann.

In der Schützenfamilie Maier lag es nahe, dass auch Madeleine "zu den Waffen greift". Bereits mit sechs Jahren wollte sie ihren Brüdern nacheifern und nahm das erste Mal einen Bogen in die Hand. Als jüngstes Mitglied der SGi Rottweil trainierte sie in der Anfangsphase ein Mal in der Woche unter Anleitung ihrer Mutter. "Von Anfang an hat Madeleine Recurvebogen, die olympische Disziplin, geschossen. Hier wird nicht nur Ruhe und Kraft benötigt, sondern ist auch technisch sehr anspruchsvoll. Jeder Fehler führt dazu, dass der Pfeil weit von der Mitte der Zielscheibe entfernt landet", zeigte sich ihre Mutter vom Talent ihrer Tochter erfreut.

In der Schützengilde Rottweil hat Madeleine Maier die Möglichkeit, Winter wie Sommer zu trainieren. In der Halle wird auf die Distanz von 18 Metern geschossen. Auf der Außenanlage der SGi Rottweil in der Au bestehen Alternativen, dass die Zielscheiben bis auf 70 Meter aufgestellt sind. "So kann jede Altersstufe optimal trainieren. In der Zwischenzeit verfügt die Gilde auch über drei ausgebildete Trainer", berichtet Alexandra Maier.

Diese hervorragenden Bedingungen bei den Rottweiler Schützen legten auch die Basis, dass Madeleine mit erst sieben Jahren das erste Mal an den Bezirksmeisterschaften teilnehmen durfte. Ihr Talent blieb auch hier den Experten nicht verborgen, bot man Madeleine an, ins Talentzentrum nach Heiligenzimmern zu kommen. Bereits ab den Schüler B (12 Jahre) schaffte Madeleine Maier den Sprung zu Landesmeisterschaften in ihrer Disziplin und wurde dort von den Landeskadertrainern beobachtet.

Ein Jahr später war sie im Landeskader, was auch die Intensität der Übungseinheiten steigerte. So wurde aus einmal Training in der Woche zweimal in der Schützengilde, dazu eine Einheit im Talentzentrum sowie einmal im Monat zusätzlich ein Wochenende mit dem Landeskader in der Sportschule Ruit. Dazu kommen noch pro Woche drei Einheiten an Kraft- und Ausdauertraining. Lohn für diesen enormen Aufwand: der Erfolg bleibt auch nicht aus. Als Bogenschützin der Schüler A durfte Madeleine mit 14 Jahren nach München zur deutschen Meisterschaft. Mit einem beachtlichen fünften Platz geriet sie nun auch in den Fokus der Landesleistungstrainer. Seit dem trainiert Madeleine Maier auch in den Leistungszentren Welzheim und Pforzheim.

Ein zusätzliches Stützpunkttraining pro Monat ist zudem dabei, wobei das Trainingswochenende für Madeleine Maier bereits am Freitag beginnt. "Das sind alleine an so einem Wochenende auf dem Stützpunkt 23 Stunden reines Training", macht Alexandra Maier deutlich, was für ein Aufwand erforderlich ist, um im Bogenschießen höchstes Niveau zu erreichen. "2019 war für Madeleine daher sehr Trainingsintensiv aber auch äußerst erfolgreich. Sie gewann zwei Titel als Landesmeisterin und bei der DM in Berlin war sie im Finale. Zweimal konnte sie dabei ihre Gegnerinnen besiegen", blickt Alexandra Maier mit Stolz auf die Entwicklung ihrer Tochter.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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