Das Kunstrasenfeld am Bernecksportplatz ist in die Jahre gekommen – und soll ausgetauscht werden. Foto: Dold

Das Kunstrasenspielfeld am Bernecksportplatz ist in die Jahre gekommen – nun soll es erneuert werden. Dafür dürften 350 000 Euro in die Hand genommen werden.

Schramberg - Da reißt’s einem bei einer ordentlichen Grätsche die Beine auf wie einst auf den Dreckplätzen: "Das Kunstrasenspielfeld von 2008 weist einen erheblichen Sanierungsbedarf auf", schreibt die Verwaltung zum Belag auf dem Bernecksportplatz in der Talstadt in einer Beschlussvorlage für die nächste Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Technik am Donnerstag, 19. Januar. Verklebtes Granulat, sowie sich lösende Linienverklebungen "führen zu einer erhöhten Verletzungsgefahr".

Nicht mehr zu pflegen

Die Kunststoff-Halmstruktur sei durch die intensive Nutzung beschädigt, so dass "eine Aufstellung durch die Pflegemaschinen nicht mehr möglich ist". Und noch ein Problem: Das Gummigranulat lande aufgrund von Witterungseinflüssen in der Umwelt und belastet diese. "Der Kunstrasenplatz ist somit in vielerlei Hinsicht nicht mehr zukunftsfähig und muss saniert werden", so die Schlussfolgerung der Stadt.

Auf die Suche gegangen

Zusammen mit den Fußballvereinen, dem Planungsbüro K3, sowie dem städtischen Sportplatz-Team seien deshalb Kunstrasenplätze in der Umgebung besichtigt und die wichtigsten Punkte für die Sanierung herausgearbeitet worden. Ausgewählt worden sei ein Kunstrasentyp mit zwei Rasenfilamenten. Dem geraden Filament stehe ein gekräuseltes Filament als "Stützgarn" zur Verfügung. "Diese technische Kombination hat sich als besonders robust herausgestellt und ist somit die beste Wahl für den intensiv genutzten Sportplatz", so die Begründung.

Gut für die Umwelt

Auch das Umwelt-Problem wird angegangen: Verfüllt werde dieser Kunstrasentyp "mit Quarzsand und europäischem Korkgranulat. Dies stellt bei Abdrift keine Belastung der Umwelt dar und ist derzeit Stand der Technik."

Auf dem Sportplatz werden verschiedene Feldgrößen durch verschiedenfarbige Linien aufgebracht, um eine vielseitige Nutzung zu ermöglichen. Neben dem neuen Kunstrasen und zwei neuen Toren soll in diesem Zuge ein Leerrohr für eine neue Lautsprecheinrichtung mit verlegt werden.

Haushalt noch genehmigen

Die Kosten beziffert die Verwaltung mit rund 315 000 Euro, dazu kommen Planungskosten. Dem stehe ein Zuschuss von maximal 84 000 Euro entgegen. Die Entscheidung über den Zuschussantrag werde dieses Frühjahr beim Regierungspräsidium Freiburg getroffen. Der Ausschuss soll nun – unter Vorbehalt, der Haushalt mit 350 000 Euro für das Projekt wird genehmigt – die Sachentscheidung treffen und die Verwaltung beauftragen, die Sanierung öffentlich auszuschreiben. Dann kann in Zukunft auch wieder unblutig auf dem Bernecksportplatz gegrätscht werden.