Mit Gesamtrang drei in der 15 Meter-Klasse verbuchte Michael Buchthal von der FG Freudenstadt beim Pribina Cup 2016 einen gelungenen Wettbewerbseinstand. Foto: Schwark Foto: Schwarzwälder-Bote

Segelfliegen: Erfolgreicher Saisonstart für Michael Buchthal

Von Lothar Schwark

Während in Deutschland das gute Segelflugwetter noch auf sich warten lässt, traten im slowakischen Nitra bereits zum frühen Saisonzeitpunkt 80 Spitzenpiloten, darunter mehrere Weltmeister, zum Pribina Cup an. Durch Michael Buchthal war auch die Fliegergruppe Freudenstadt vertreten, der sich am Ende Platz drei sichern konnte.

Für die Piloten war es in vier Wettbewerbsklassen ein erster ernsthafter Vergleich nach einer langen Winterpause. Nitra liegt in der westlichen Slowakei und ist mit über 80000 Einwohnern die zweitälteste Stadt der Slowakei. Die geografisch gute Lage bietet den Segelfliegern schon im frühen Frühjahr gute Thermik. Und so konnten die Aufwindjäger zwischen dem 25. März bis 2. April immerhin vier Wertungsflüge absolvieren. Starker Wind und Schauer verhinderten weitere Flugtage.

Michael Buchthal pilotierte seinen Discus 2a in der 15-Meter Klasse. Nach vier Flugtagen landete er im Endklassement mit 2648 Punkten auf Gesamtplatz drei. Das Rennen machte der Belgier Dennis Huybreckx (LS 8) mit 2847 Zählern, gefolgt vom Thilo Scheffler (LS 8/2648 Punkte), der im Dezember 2015 bei der Junioren-Segelflug-Weltmeisterschaft in Narromine (Australien) mit dem deutschen Team Gold erflog.

Bei den engen Luftrennen konnte Buchthal mit seinen Leistungen durchaus zufrieden sein. Den ersten Wertungsflug über 189,42 km bewältigte er hinter Huybreckx (92,49 km/h/619 Punkte) mit 86,76km/h/540 Punkten auf Tagesplatz zwei. Platz sechs und 80,94 km/h über 343,19 km hielt Buchthal am Ostersonntag den Podestplatz, den er einen Tag darauf bei einer Zwei Stunden Area Task mit Tagesrang fünf und 98,29 km/h/591 Punkte verteidigte.

Die hohe Leistungsdichte belegte, dass zu Rang eins, den der Deutsche Björn Gintzel (LS 8) mit 98,24 km/h/600 Punkten erflog, nur neun Punkte fehlten. Bei der Area Task gilt es möglichst exakt nach der vorgegebenen Zeit mit den meisten Kilometer zurückzukehren, was den schnellsten Schnitt ergibt.

Ein Aufwindkreis zu viel kann den Sieg kosten

Nochmals ein spannendes Rennen gab es zum Abschluss über 187,01 km, das Buchthal mit 76,29 km/h/666 Punkte absolvierte und hauchdünn mit weiteren Piloten hinter dem Tagesersten Huybreckx (76,74km/h/685 Punkte) lag. Die knappen Zeitabstände belegen, dass bei Wettbewerbsflügen ein Aufwindkreis zu viel über Sieg oder Niederlage entscheiden kann.

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