Mit rund 500 ehrenamtlichen Stunden hat der TC Eutingen seine Tennisplätze saniert. Foto: TC Eutingen

Rund 500 ehrenamtlichen Stunden, rund 150 Tonnen Tennissand und viele Kleinaufgaben. Das sind nur ein paar Fakten, die Markus Teufel für den TC Eutingen zusammenträgt.

Am Wochenende des 2. und 3. Mai wurden die frisch sanierten Tennisplätze feierlich eingeweiht.

 

Ein langgehegtes Projekt des TC Eutingen ist nun realisiert, der neue Vorsitzende strahlt über beide Backen: „Ich bin so stolz auf unsere Ehrenamtlichen, die so ein starkes Engagement eingebracht haben. Die Arbeitseinsätze waren gut wahrgenommen worden. Alle haben an einem Strang gezogen.“

Seit Mai vergangenen Jahres ist der 31-Jährige im Amt, im Oktober ging die Großmaßnahme los: Nach rund 30 Jahren sollten die Tennisplätze saniert werden die Eutinger Tennisplätze eins und zwei sind rund 50 Jahre alt und Platz drei etwa 35 Jahre alt, wobei Platz eins und zwei Ende der 1990er-Jahre bereits einmal saniert wurden.

Sanierungsmaßnahme mit 170.000 Euro einkalkuliert

Dabei hätten die Tennisplätze eins und zwei nicht mehr lange durchgehalten. Bei starkem Regen ist das Wasser nicht mehr so gut abgelaufen. Die Sandschicht wurde immer stärker abgetragen, die Lavaschicht kam an einigen Stellen bald schon an die Oberfläche. Daher wurde die Sanierungsmaßnahme mit rund 170.000 Euro einkalkuliert.

So sah es vor Beginn der Arbeiten aus. Foto: TC Eutingen

Die Mitglieder bauten den Ballfangzaun und Regner eigenständig zurück und bauten die ganze Linierung in Eigenleistung aus. Rund 150 Tonnen Tennissand wurden mit dem Mini-Bagger abgetragen und von den Mitgliedern entsorgt. Bei einer Fläche von 2000 Quadratmetern eine riesige Leistung, weiß Markus Teufel.

Im November übernahm ein Sportstättenbau-Unternehmen die professionellen Arbeiten wie die Erneuerung der Wasserleitungen, die Ventile, die Beregner und alles drum herum. Über alle drei Plätze wurde eine neue Planie gezogen. Auch der Platzaufbau, mit neuer Lavaschicht und neuer Sandschicht sowie neuen Netzfundamenten, Spielbelag, Linierung erfolgten in diesem Zuge. Die Pfosten für den neuen Ballfangzaun haben die Ehrenamtlichen gestrichen und Rasenkantensteine verlegt, den Rest hat das Unternehmen gemacht.

Die beauftragte Firma hat ihre Teil der Arbeit mittlerweile erfolgreich erledigt. Foto: TC Eutingen

Neu ist die automatische Bewässerung, für die ein neues Steuergerät in Kombination mit Regensensor, installiert wurde. Damit misst die Steuerung, wie viel Regenwasser auf die Fläche gefallen ist und bewässert bei Bedarf über Nacht. „So kann das Wasser über Nacht absickern, im Sommer ist das gut, denn sonst dringt das Wasser nicht nach unten durch“, erklärt Markus Teufel und fügt hinzu, dass das 20 Prozent an Frischwasser spare. Ebenso wurden Leerrohre für eine mögliche zukünftige Zisterne eingebaut, damit könnte in Zukunft auch Regenwasser zur Bewässerung der Plätze genutzt werden.

Über das Crowdfunding-Projekt wurde eine große Beteiligung der Bevölkerung und Unternehmen geschaffen, wobei bislang 16.500 Euro zusammengekommen sind. Als nächstes wird der TC Eutingen bei der Hauptversammlung zur Abstimmung geben, ob der vierte Platz in den kommenden Jahren gebaut wird. Bei 180 Mitglieder (inklusive Kinder und Hobbymannschaften) könnte sich das rund 130.000-Euro-Projekt (ohne Zuschüsse) als Ganzjahressandplatz für die nächsten Jahre rentieren.

Für den Vorstand lohnt sich eine große Investition

Ein Ganzjahressandplatz wäre nachhaltiger, denn es brauche keine Bewässerung. Zudem kann der Platz über das ganze Jahr bespielt werden und somit das Tennisangebot erweitert werden. Jedoch wäre die Alternative rund 20 Prozent teurer als ein herkömmlicher Sandplatz. Diese Entscheidungen müssen die Mitglieder demnächst treffen, bei Zuwachs im Hobby- und Kinderbereich würde sich laut Vorstand die große Investition lohnen.

Mit rund 500 ehrenamtlichen Stunden hat der TC Eutingen seine Tennisplätze saniert.