Am 11. Januar stellte die TSF Dornhan Peter Kreth offiziell als neuen Sportlichen Leiter vor. Unsere Redaktion hat sich mit dem 57-Jährigen, der im Fußball schon viel erlebt hat, unterhalten.
Bis zum 3. Februar läuft die Wechselperiode II und Spieler können sich noch einem anderen Verein anschließen. Gefahndet nach Verstärkungen wird auch noch beim Landesligisten TSF Dornhan. Peter Kreth, neuer Sportlicher Leiter, erklärt gegenüber unserer Redaktion: „Ich bin viel am Telefonieren, mein Akku ist recht schnell leer. Im Winter ist es immer schwierig, ich bin aber zuversichtlich, dass wir noch den ein oder anderen Spieler für uns gewinnen können.“
Der 57-Jährige ist gebürtiger Sulzer und alleine schon deshalb kein Unbekannter im Kreis. 2018 war er Sportlicher Leiter beim FC Holzhausen und zuletzt noch Vertriebsmanager beim SV Sandhausen. Nun ist er in ehrenamtlicher Funktion in Dornhan angekommen und sprüht voller Tatendrang. Überzeugt hat ihn vor allen Dingen die klare Vision des Vereins: „Die Vereinsführung ist sehr fleißig und innovativ, das hat mir imponiert. Für mich ist wichtig, wo ein Verein hin will. Mir wurde klar signalisiert, dass man die Voraussetzungen schaffen will, um sich in der Landesliga zu etablieren.“
Zuvor schon Sponsor
Kreth, der bereits als Sponsor bei den Turn- und Sportfreunden aktiv war, hat ganz viele Spiele in der Vorrunde gesehen. Zu den Vorstandsmitgliedern Michael Haas und Timo Rath pflegt er mittlerweile ein freundschaftliches Verhältnis – im Winter folgte nun mit der offiziellen Funktion in Dornhan der nächste Schritt.
Kreth soll sein breitgefächertes Wissen und Netzwerk mit in den Verein bringen. Er sagt aber auch in aller Deutlichkeit: „Ich komme ganz sicher nicht als Alleinunterhalter. Klar ist aber, dass man gewisse Ziele hat. Wir wollen die Klasse unbedingt halten. Ich hatte bereits Gespräche mit der Mannschaft, diese steht voll dahinter.“
Mindestens acht Siege benötigt
Um den Klassenerhalt zu schaffen, werden über 30 Punkte benötigt. Kreth rechnet vor und spricht von acht Siegen, welche die Mannschaft von Daniel Ruoff und Sandro Bossert in der Rückrunde brauchen wird. Er sagt: „Ich werde genau beobachten, wer schon in der Vorbereitung an seine Grenzen geht. Wir können uns beispielsweise nicht mit Empfingen vergleichen, sondern brauchen die Grundtugenden. Das ist Dornhan.“
Parallel zur Einfindungsphase und der Sichtung möglicher Neuzugänge, hat er auch schon die Nachfolgersuche für die am Saisonende scheidenden Ruoff und Bossert gestartet. „Ich bin ligaunabhängig schon voll in Gesprächen. Im Idealfall finden wir einen Trainer an der Seitenlinie und einen Spielertrainer“, so Kreth.
Dass der Standort Dornhan geografisch nicht ideal liege, ist ihm bewusst, gleic
Kurz- und langfristig wichtig
hwohl sagt er: „Die Menschen hier brennen aber für ihren Verein und haben verstanden um was es geht. Es ist etwas Besonderes hier, ich kann mich mit diesem Weg identifizieren.“ Immer wieder betont Kreth im Gespräch den Spagat zwischen kurz- und langfristiger Planung. Man wolle wachsen, das Ganze soll aber auch nachhaltig sein. Er fasst zusammen: „Kurzfristig ist wichtig, langfristig aber noch wichtiger.“ So sei auch die Entwicklung der 2. Mannschaft sowie der Jugendbereich ein wichtiger Schlüssel für eine erfolgreiche Zukunft.
Potenzial ist vorhanden
Kreth, der früher neben Fußball auch American Football gespielt hat, ist jedenfalls optimistisch. „Der Verein will sich langfristig ausrichten, die Infrastruktur ist top.“ Und auch der Glaube an den Klassenerhalt ist vollständig da: „Die Liga ist aus meiner Sicht bestreitbar für die TSF. Man ist die Saison mit einer zu dünnen Personaldecke angegangen, das hat sich gerächt. Das Potenzial in der Mannschaft ist aber da.“ Und am Stichwort Kaderbreite arbeitet Kreth im Moment ja tagtäglich.