In Gechingen leben viele sportliche und musisch begabte Menschen sowie Ehrenamtliche, die sich für Vereine ins Zeug legen – das wird öffentlich gewürdigt.
Ein wunderbares Musikstück mit einem ganz seltenen Instrument: Emilia Reinhardt bescherte den Teilnehmern der 27. Gechinger Sportlerehrung mit ihrer Harfe einen besonderen Hörgenuss. Die 13-jährige Gymnasiastin war in Doppelfunktion im Gechinger Rathaus. Zum einen für die musikalische Einleitung, zum anderen wurde sie für einen zweiten Preis beim Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ in der Kategorie Harfen-Duo von der Gemeinde ausgezeichnet.
Großes Musiktalent
„Wir beginnen wie üblich musikalisch“, hatte Bürgermeister Jens Häußler die Gäste begrüßt, unter ihnen mit Maximilian Rechtsteiner, ein weiterer „Jungmusiker“, der sich ebenfalls einen zweiten Preis bei dem Wettbewerb erspielte und im Rahmen des offiziellen Teils sein außergewöhnliches Talent am Klavier bewies. Beide zählen mit ihren musikalischen Begabungen zum Stolz der Musikschule Calw.
Nach der Musik ging es ins Wasser. „Ich gehe auch gerne schwimmen, aber nach 100 Meter Schmetterling würde ich vermutlich absaufen“, rückte Häußler die beiden Schwimmerinnen Laura und Leonie Gsell in den Mittelpunkt. Insgesamt 25 Platzierungen unter den ersten drei bei baden-württembergischen Meisterschaften und Süddeutscher Langstrecke von 50 Kurzbahn bis 800 Freistil konnten die beiden einsammeln.
Inzwischen Dauergäste
Echte „Dauergäste“ bei der Sportlerehrung sind die Bogenschützen der Sportfreunde Gechingen, angeführt vom Nationalkaderschützen und 15. der Weltrangliste, Jonathan Vetter: der sechsfache deutsche Senioren-Meister Armin Raab (Feld- und Blankbogen Halle und im Freien), die deutsche Para-Meisterin Tanja Fahr, der deutschen Vizemeister Wolfgang Neumann (Compound Bogen), sowie die württembergischen Meister und Vizemeistern Beate Brigant, Steffen Hüneburg und Martin Fahr. Darüber hinaus hatten Armin Raab, Steffen Hüneburg und Martin Fahr bei württembergischen und deutschen Meisterschaften Rekorde mit dem Blankbogen aufgestellt.
Vom Gechinger Bogenplatz ging es auf die Solitüde-Rennstrecke wo alljährlich das 1/8- Meilen-Sprintrennen in unterschiedlichen Klassen und Marken stattfindet. Eine davon belegt seit mehreren Jahren Jürgen Lindemeier. 2022 erstmals die Qualifikation erreicht und auf Anhieb gewonnen, war er 2023 als Titelverteidiger angereist. Damals war ihm als erster Starter eine erfolgreiche Titelverteidigung gelungen, 2024 stand er als Dritter auf dem Treppchen. „Eine Kopfsache“, so Lindemeier. Der Fahrer und Schrauber stand dann 2025 wieder ganz oben in der Siegerliste.
Unermüdlicher Einsatz
Seit zehn Jahren bietet der Rahmen Sportlerehrung den Vereinen auch die Chance, das Ehrenamt in den Vordergrund zu stellen. 2025 hat der Liederkranz Gechingen diese Möglichkeit genutzt, mit Laura Gehring (zehn Jahre Ausschussarbeit – Brücke zu Instagram und Facebook, Gabi Bauer – langjährige Schatzmeisterin und Gründungsmitglied Jugendchor und später TonArt – bis Bettina Schöttmer – 20 Jahre in verschiedenen Positionen und Aufgaben darunter auch als zweite Vorsitzende, immer mit unermüdlicher Einsatzbereitschaft) vorzustellen. Dazu zählt auch Wolfgang Kasper – 15 Jahre Funktionär im Liederkranz und seit diesem Jahr Vorsitzender –, der in der Vergangenheit schon als erfolgreicher Segelflieger ausgezeichnet wurde.
Eine lange Liste an ehrenamtlichen Engagement konnte der Bürgermeister zu den Eheleuten Traute und Hartmut Benzing vortragen. Benzing, unter anderem 25 Jahre als Dirigent beim Liederkranz, ist bis heute mit seiner Ehefrau nicht nur äußerst engagiert, er leistet seit 2003 auch soziale Projekte. So organisiert das Paar Kleidersammlungen nach Kutina mehrfach auch als Fahrer und Begleitperson. Beide konnten urlaubsbedingt nicht an der Ehrung teilnehmen.
Emotionaler Moment
Zum Schluss wurde es emotional. „Für mich ist es beruflich die letzte Veranstaltung, da meine Amtszeit nach 32 Jahren im Dezember 2026 endet“, erklärte Jens Häußler und ergänzte: „In all den Jahren war mir diese Veranstaltung sehr wichtig. Die einzelnen Disziplinen, in denen Erfolge erzielt wurden, waren immer interessant und sehr spannend. Ich wünschen diesen Persönlichkeiten, dass sie auch zukünftig Erfolge feiern können und unserer Gemeinde, dass es immer zahlreiche Menschen gibt, die ihre Zeit zur Verfügung stellen und ihre Fähigkeiten zum Wohle der Allgemeinheit einbringen“.
Am Ende der Sportlerehrung gab es noch ein großes Lob von Bettina Schöttmer auch in Bezug auf die Einbeziehung des Ehrenamtes: „Vereinfacht gesagt ist ja vieles auf ihrem Mist gewachsen. Erfolge und Ehrenamt sollten gesehen werden ich möchte ihnen heute meinen Dank und den aller Vereine aussprechen“.