Die Turnerfrauen in Salzstetten treiben in Salzstetten seit 60 Jahren regelmäßig Sport. Sie pflegen auch ein geselliges Miteinander.
Früher waren es über 50, heute sind es noch 18 Frauen, die etwas für ihre Fitness tun. Anfänglich dominierten Turnen und Volleyball. Heute stehen gymnastische Übungen im Vordergrund.
Der Grund: Die verschworene Truppe ist in die Jahre gekommen. Die Frauen sind heute im Alter von 75 bis 91 Jahre, aber jeden Mittwoch noch mit Begeisterung dabei.
Zur 60-Jahrfeier der Abteilung Turnerfrauen im Sportverein Salzstetten haben sie sich durch neue T-Shirts in Magenta-Farbe optisch „verjüngt“. Das Jubiläumsfest steigt am Samstag, 23. Mai, ab 15 Uhr im Sportheim-Restaurant mit Kaffee und Kuchen und einem Abendessen. Der einheimische Alleinunterhalter Gebhard Steimle spielt auf. Eine Bilderschau realisieren Heike Kreidler und Matthäus Stasch. Wie bei allen geselligen Treffs sind dazu auch diejenigen eingeladen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr aktiv Sport machen können. Das bedeutet eine vorbildliche Wertschätzung unter Kameradinnen.
Gründungsmitglied fühlt sich sehr wohl
Ein beredtes Beispiel für diesen besonderen Gemeinsinn ist die 91-jährige Ruth Luger. Das Gründungsmitglied fühlt sich unter ihren Turnerfrauen sehr wohl. Auch die 93-jährige Toni Krauss als frühere Gastgeberin der „Krone“ soll beim Jubiläum ebenso zu Gast sein wie Bürgermeisterin Annick Grassi. Ortsvorsteher Friedrich Hassel ist leider ortsabwesend.
Im Jahr 1966 gründeten Frauen um Ruth Luger, Anneliese Ganszki, Gertrud Luger, Hannelore Kreidler, Annerose Kreidler und Ella Reitz eine Frauen-Turngruppe, die anfangs rund 50 Mitglieder zählte. 1976 hat sich die Gruppe offiziell dem Sportverein angeschlossen.
Sportlehrerin Helga Gentner fungierte drei Jahrzehnte lang bis 1997 als Übungsleiterin. Es folgten Barbara Weber von 1997 bis 2014, die frischen Wind brachte, sowie Anja Kreidler von 2014 bis 2017, Nicole Kampelmann von 2017 bis 2021 und wiederum Barbara Weber von 2021 bis heute.
Als Brigitte „Conny“ Klink im Jahr 1980 Verantwortung übernahm, waren es immerhin noch 34 Frauen. Seit 1966 treffen sich Frauen, die auch im Alter noch fit bleiben wollen, regelmäßig zu wöchentlichen Sportabenden in der Gemeindehalle. Der Schlachtruf der Salzstetter Turnerfrauen hat es in sich: „Spagat, Spagat, Spagat!“ Die junggebliebenen Damen wollen Sport treiben nicht zu einer Frage des Alters hochstilisieren. Für Fitness ist es nie zu spät. Denn: Wer sich bewegt, hält den Kreislauf in Schwung und kann auch im Seniorenalter an Lebensqualität gewinnen.
Brigitte Klink vertritt heute noch als Abteilungsleiterin die Interessen der Turnerfrauen in der Vorstandschaft des Sportvereins. Hannelore Kreidler bringt als Eventmanagerin und langjährige Schatzmeisterin viel Herzblut ein. Seit einem Jahr verantwortet die engagierte Ella Reitz die Finanzen. Darüber hinaus organisiert sie Ausflüge wie zuletzt 2024 nach Colmar und 2025 ins Dorfmuseum nach Dietersweiler.
Unvergessen sind viele tolle Ausflüge
Früher ging es mit auch mehrere Tage nach Mallorca. Unvergessen sind viele tolle Ausflüge, die allesamt Ella Reitz organisiert hat. Die Geselligkeit kommt nicht zu kurz. Die Kameradschaft steht im Mittelpunkt und schmiedet die Gemeinschaft auch im Jubiläumsjahr 2026 zusammen.
Großes Lob für die Turnerfrauen
Holger Kreidler, Vorsitzender des Sportvereins,
lobt die Turnerfrauen für sechs Jahrzehnte lange treue Unterstützung: „Sie haben früher bei Festen und Veranstaltungen mitgeholfen, beim Kuchen backen und der Kaffeebar.“ Alle langjährigen Turnerinnen seien heute Ehrenmitglieder.
Vorbildlich sei stets die Mitarbeit
von Hannelore Kreidler als „Mädchen für alles“ gewesen. Über 50 Jahre lang hat sie die Trikots der aktiven Fußballspieler gewaschen, wie der Vorsitzende erinnert.
Den SF-Chef freut
auch die Unterstützung des Sportheim-Wirts durch die Turnerfrauen, in dem sie regelmäßig im Sportheim-Restaurant einkehren. „Wir sind froh, dass alle gesellig sind und unseren Verein unterstützen.“, sagt Holger Kreidler, der die Turnerfrauen als die „problemloseste Abteilung im Sportverein“ apostrophiert.