Giuseppe Quacquarelli übernimmt das Restaurant von Tanja Greco. Der Pächterwechsel verspricht Neuerungen auf der Speisekarte.
Schon bald wird es einen Pächterwechsel in dem beliebten Vereinslokal „Neunzehn21“ der Sportfreunde Gechingen geben. Jan Wentsch, stellvertretender Vorsitzender der Sportfreunde Gechingen, stellt den neuen Pächter des Sportheims vor.
Am 30. September wird Tanja Greco das Sportheim endgültig abgeben. Diesen Beschluss hatte sie schon im Juni öffentlich gemacht. Eine positive Nachricht ist: Es gibt einen Nachfolger, Giuseppe Quacquarelli. Dieser ist keineswegs neu in der Gastronomiebranche. Wie Wentsch erzählt, hat Quacquarelli bereits ein Restaurant mit seiner damaligen Frau geführt. Nach der Scheidung war er allerdings ausgestiegen.
Weiter erzählt Wentsch, dass der künftige Pächter die deutsche Staatsbürgerschaft hat, aber italienische und spanische Wurzeln besitzt. Dadurch bleibt auch die Karte italienisch – zumindest teilweise. Denn es soll auch spanische Gerichte, etwa Tapas, geben.
Nur positive Reaktionen
Die Reaktionen auf den Pächterwechsel sind laut Wentsch „durchgängig positiv“. Es seien alle froh, dass es nahtlos weitergeht und überhaupt jemand gefunden wurde, der das Sportheim übernimmt. Das sei ja in der Gastronomiebranche auch nicht einfach. Natürlich fänden sie es schade, dass die jetzige Pächterin Tanja Greco geht, doch ihre Gründe seien verständlich.
Im Juni hatte Greco im Gespräch mit unserer Redaktion über ihre Beweggründe gesprochen. Ein großer Punkt ist mit Sicherheit der Tod ihres Mannes. Sie und ihr Ehemann Rosario Greco hatten die Sportheim-Gastronomie 2016 übernommen. Bevor sie die Leitung des Vereinslokal übernahmen, hatten die beiden ein italienisches Restaurant in Ostelsheim, zu dem sie sich 2006 entschieden hatten. Das war, bevor sie 2008 das Rössle in Gechingen pachteten. 2018 fiel dann die Entscheidung, zwei Jahre nach dem zusätzlichen Pachten des Sportheims, nur noch dieses weiterzuführen. Rosario Greco hatte vor seinem Tod das Zepter in Küche und Service in der Hand. Tanja Greco trug die Verantwortung im Büro, bei der Buchhaltung, beim Putzen, bei der Deko für Veranstaltungen, bei Buchungen und mehr.
Tägliche Herausforderung
Nach dem Tod ihres Mannes stand Greco nun zusätzlich an der Front. Als dann auch noch ihre Schwiegermutter starb, kam die Aufgabe dazu, ihren Schwiegervater zu versorgen.
Nach dem Entschluss, das Vereinslokal abzugeben, sagte Tanja Greco im Juni: „Es bleibt unser gemeinsames Lebenswerk, aber es ist herausfordernd, jeden Tag hier an den Schicksalsschlag erinnert zu werden.“
Mit dem neuen Pächter kommt, wie Jan Wentsch sagt, neuer Wind in das Sportheim, dass momentan Betriebsferien hat. Nach eben genannten Ferien wird Giuseppe Quacquarelli im Restaurant „mitlaufen“. Es besteht die Möglichkeit, dass das Restaurant nach der Übergabe nochmals für eine Woche schließt, damit der kommende Restaurantchef ein Konzept ausarbeiten kann.