Premiere nach Maß: Fast 300 Teilnehmer gingen am Samstag beim ersten Volks-Triathlon in Nagold an den Start.
Der Nagolder Stadtpark Kleb stand am Wochenende ganz im Zeichen des Triathlon. Während am Samstag zunächst ein Volks-Triathlon mit der sogenannten Kurzdistanz auf dem Programm stand, ging es am Sonntag beim Nordschwarzwald-Triathlon über die volle Iron-Man-Distanz mit 3,8 Kilometern Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und einem anschließenden Marathon über 42 Kilometer – worüber wir noch berichten werden.
Bei feinen sommerlichen Temperaturen fiel der Startschuss für den Volks-Triathlon zeitversetzt im Nagolder Badepark, wo die Teilnehmer zunächst 400 Meter Schwimmen absolvieren mussten, bevor es auf die 20 Kilometer lange Radstrecke ging und anschließend noch eine fünf Kilometer lange Laufstrecke zu bewältigen war. Die Strecke mit dem Fahrrad führte nach einem knackigen Anstieg über Mindersbach, Ebershardt, Ebhausen und Rohrdorf wieder zurück nach Nagold. Positiv wurden die von den örtlichen Vereinen auf die Beine gestellten „Fanmeilen“ registriert, wo die Teilnehmer lautstark angefeuert wurden.
„Every Finisher is a Winner“
Den größten Applaus gab es indes kurz vor der Siegerehrung für die letzte Teilnehmerin im Starterfeld, die nach über zweieinhalb Stunden über die Ziellinie im Kleb lief – und dass sei beim Triathlon so üblich, war zu hören. Davon zeigte sich vor allem Oberbürgermeister Jürgen Großmann beeindruckt, als er anschließend den Sportsgeist der Triathleten hervorhob. Und Sprecher Achim Seiter bekräftigte bei der Siegerehrung vor einer tollen Kulisse im Kleb: „Every Finisher is a Winner“.
Der Nagolder Rathauschef zog aber nicht nur vor den sportlichen Leistungen der Triathleten bei bestem Nagoldwetter den Hut, sondern betonte zugleich: „Die Premiere gibt uns Recht und es war richtig, mit dem Nordschwarzwald-Triathlon ein neues Format in Nagold einzuführen“. Angenehm überrascht zeigte er sich von der stolzen Starterzahl beim Volks-Triathlon, die ihm deutlich gemacht hätte, dass „Triathlon eine attraktive Sportart ist“.
Die große Schar der Sponsoren und Unterstützer
In seinen Augen war das Event nur durch das sehr gute Zusammenspiel vieler Akteure möglich – an der Spitze der baden-württembergische Triathlon-Landesverband oder Veranstaltungschef Gundolf Greule als „Initiator und Treiber“. Ganz besonders wichtig für eine Veranstaltung dieser Größenordnung sei aber vor allem die große Schar der Sponsoren und Unterstützer, vorneweg die Sparkasse Pforzheim/Calw sowie die Hochdorfer Kronenbrauerei.
Gleichzeitig lobte der OB die Nagolder VfL-Fußballer, die beim Catering im Stadtpark ihre Abteilungskasse aufbesserten, und die nach einem vergleichsweise ruhigen Start dann doch noch einiges zu tun hatten. Doch auch das Badepark-Team oder die Fanmeilen der örtlichen Vereine hatten ihren Beitrag zum Gelingen geleistet.
„Aber er hatte sofort das Potenzial erkannt“
Begeistert von der gelungenen Premiere zeigte sich am Rande der Siegerehrung Gundolf Greule. „Wir hatten einen richtig tollen Tag und ein gigantisches Teilnehmerfeld aus der Region“, betonte der Veranstaltungschef aus Bad Teinach-Zavelstein – und sprach von einer Werbung für den Nordschwarzwald. Nicht unerwähnt ließ er ebenfalls, dass es dieses Event ohne den Nagolder Oberbürgermeister nicht gegebenen hätte. „Aber er hatte sofort das Potenzial erkannt“, unterstrich Greule.
Die schnellsten Starter des Volks-Triathlons setzten bei der Premiere auch gleich ein sportliches Ausrufezeichen. Sieger wurde Stefan Mayer vom SC Hirschau, der die Strecke in 57:35 Minuten absolvierte, gefolgt von Tobias Renz vom MTV Stuttgart (58:31) und Philipp Geiss aus Metzingen (59:24). „Alle Zeiten unter einer Stunde sind Top-Zeiten“, betonte Sprecher Achim Seiter. Schnellste Frau war jetzt Anna Gerhard vom DLC Aachen (1:06:47) von Mathilda Waidelich vom TC Ebhausen (1:11:17) und Judith Kotthoff vom Team Leo Express des TSV Calw (1:12:33).