15 Jung-Olympioniken im Alter zwischen acht und elf Jahren traten auf dem Rohrdorfer Tennisgelände an, um sich in sieben herausfordernden Spezialdisziplinen zu messen. Foto: Morlok

In München finden derzeit die Europameisterschaften in vielen unterschiedlichen Disziplinen des Sports statt. Ein großes Sportereignis, das (fast) nur noch von der Fußball- und Tennis-Olympiade der Sportfreunde Rohrdorf getoppt werden konnte.

Eutingen-Rohrdorf - 15 Jung-Olympioniken, alle im Alter zwischen acht und elf Jahren, traten auf dem Rohrdorfer Tennisgelände an, um sich in sieben herausfordernden Spezialdisziplinen zu messen und, in Gruppen eingeteilt, auf die Jagd nach den begehrten Punkten zu gehen.

Dabei wurden sie unterstützt von Carmen Müller, der Sportwartin des Rohrdorfer Tennisvereins, vom Weitinger Fußball-Funktionär Matthias Bronner sowie den Vereinsmitgliedern Irmgard Schweizer und Monika Kronenmeyer, die mit Stoppuhr und Punktekarte ausgestattet über den fairen Ablauf der Wettkämpfe wachten.

Wie es sich bei jeder Sportart gehört, stand Aufwärmen auf dem Programm, bevor man mit den eigentlichen Disziplinen loslegen konnte.

Manche Übungen sind schwieriger als sie aussehen

Die erste Übung war einfach. Seilspringen war gefordert. Für jeden ordnungsgemäß ausgeführten Sprung gab es einen Punkt. Ein Bub schaffte dabei über 50 Hopser in der Minute. Die zweite Übung schien auch gar nicht so schwer zu sein – entpuppte sich aber als ganz schön kniffelig. Es galt, einen Tennisball mit dem Schläger so oft wie möglich zu prellen und in der Luft zu halten. Es sah zwar leicht aus, erforderte aber einiges an Ballgefühl und Körperbeherrschung.

Für die Tennisspieler unter den Kindern war die dritte Übung ein Klacks, für die Fußballer jedoch eine Herausforderung. Es sollte übers Kleinfeldnetz der Ball in Punkteringe gespielt werden. Jedes Kind hatte fünf Versuche und die erreichten Punkte wurden addiert.

Dass der Gott des Sportes gerne für Ausgleich sorgt, bewies dann die vierte Übung, bei der die Jungs und Mädels, die lieber Fußball als Tennis spielten, zu ihrem Recht kamen. Ein Fußball musste so schnell als möglich durch einen Dribble-Parcours gespielt werden und Spitzenspieler schafften diese Aufgabe in unter 15 Sekunden.

Jede Menge Spaß beim Sport

Auch die sechste Übung, dem Zielschießen mit dem Fußball und die siebte Station, bei der ein Fußball so oft wie möglich jongliert werden musste, ohne dass er den Boden berührt, waren mehr in Richtung der kickenden Jugend ausgelegt, während bei der abschließenden Übung, dem "Sammelkönig", Kinder aus der Tennisabteilung wieder die Nase vorne hatten.

Insgesamt war dieser Punkt des Eutinger Sommerferienprogramms der Vereine für die jungen Teilnehmer eine wunderbare Gelegenheit, einmal Tempo, Ballgefühl und Kondition unter Beweis zu stellen und dabei auch noch jede Menge Spaß zu haben.

Abends waren sie sicher müde, denn mehr als zwei Stunden Power in die unterschiedlichen Disziplinen zu stecken, das fordert auch Kindern in den großen Ferien einiges ab.

Besondere Überraschung bei der Siegerehrung

Bekanntlich ist nach einem harten Wettkampf Regeneration wichtig – und auch daran hatten die Verantwortlichen der Sportfreunde Rohrdorf und Weitingen gedacht. Indoor-Vespern stand als Abschluss-Übung auf dem Programm. Und auch hier zeigte sich der Eutinger Nachwuchs schon mehr als geübt.

Bevor es nach Haus ging, stand noch die Siegerehrung an. Und hier gab es eine besondere Überraschung. Im Gegensatz zu den "European Championships Munich 2022", bei denen nur die besten drei aufs Siegertreppchen kommen, gab es bei der Rohrdorfer Fußball- und Tennis-Olympiade nur Olympiasieger. Jedes Kind bekam einen kleinen Preis und eine Urkunde als Auszeichnung für ihre Leistung mit auf den Heimweg.