Beim Trainingsauftakt hat sich Fabian Wohlgemuth zur Sportdirektorensuche geäußert. Foto: Pressefoto Baumann/Julia Rahn

Noch ist es nicht offiziell, dennoch pfeifen es die sogenannten Spatzen von den Dächern – Christian Gentner ist heißer Kandidat für den Sportdirektorenposten beim VfB Stuttgart. Nun hat sich der Vorstand Sport für ihn ausgesprochen.

Als der VfB Stuttgart zu Beginn dieser Woche Tobias Werner als „Übergangsmanager“ bekannt gegeben und verpflichtet hat, so war das doch etwas überraschend. Es war zwar klar, dass es diese Position zukünftig im Organigramm geben wird – eine Position an der Schnittstelle zum Nachwuchsbereich, vom DFB verpflichtend für NLZ-Standorte eingeführt und alimentiert. Nur dass es eben Werner wird, war nicht abzusehen. Er berichtet ab sofort an den Sportdirektor. Allerdings gibt es den formal gesehen gar nicht. Denn bisher war das Fabian Wohlgemuth, der zum 1. Juli zum Vorstand Sport aufgestiegen ist.

 

Der hat nun die Aufgabe, vielfältige Aufgaben neu zu verteilen. Klar ist, dass Christian Gentner, bisher Leiter der Lizenzspielerabteilung, der Favorit auf die Nachfolge ist. Wohlgemuth bestätigt das: „Wir sind in Gesprächen. Versuchen auch, Aufgaben abzugrenzen und zu verteilen, und versuchen, ohne den gefühlten Zeitverzug zu einer Lösung zu kommen“, beschreibt der Berliner den laufenden Prozess.

Dass Gentner sein Favorit ist, daraus macht er keinen Hehl: „Ich habe es schon oft betont: Christian ist für mich ein kongenialer Partner. Er hat mit mir zusammen angefangen. Unsere Beziehung hat sich entwickelt. Er kennt inzwischen den Spielermarkt, ist uneitel, packt mit an, was unserem gesamten Team sehr gut zu Gesicht steht. Deshalb sprechen wir auch sehr intensiv mit ihm.“

Klarer kann man sich kaum für einen Nachfolger aussprechen. Es dürfte keine Frage mehr sein, ob Gentner Sportdirektor wird, sondern nur noch, wann das der Fall sein wird. Und wie sich die vielfältigen Aufgaben rund um die Lizenzspielermannschaft künftig intern verteilen werden. Natürlich stellen sich, sollte der Fall wie erwartet eintreten, dann gleich neue Fragen. Zum Beispiel jene nach dem Nachfolger von Gentner auf dessen jetzigem Posten.