Nördlich des Kleinspielfelds soll ein Beachvolleyballspielfeld errichtet werden. Foto: Herzog

Der SV Waldmössingen will die Sportanlagen beim Weiherwasengelände um ein Beachvolleyball- und Basketballspielfeld erweitern. Weil erst noch Baurecht geschaffen werden muss, ist ein Baubeginn vor 2024 nicht möglich.

Schramberg-Waldmössingen - Ortsvorsteher Reiner Ullrich informierte jüngst im Ortschaftsrat über die Volleyball-Abteilung des beim Sportvereins – dabei handle es sich um eine beliebte Sportart. Um dieser auch im Freien nachgehen zu können, habe der Verein einen Bauantrag an die Ortsverwaltung eingereicht.

Wartung übernimmt Verein

Entstehen soll das 22 mal 14 Meter (brutto) große Beachvolleyballfeld nördlich des Kleinspielfelds. Dieses werde einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht und stehe auch für andere Gruppen zur Verfügung. So wie bei den bereits vorhandenen und vom SV Waldmössingen genutzten Sportplätzen würde der Verein die laufende Pflege und Wartung des Volleyballfeldes übernehmen, schilderte der Ortsvorsteher.

Stadt soll Bauherr sein

Seitens der Ortsverwaltung werde das Vorhaben des Sportvereins begrüßt, weil sich dadurch Attraktivität und Freizeitwert des Weiherwasengeländes erhöhten. Es bestünde die Möglichkeit, dass der SV Waldmössingen von der Stadt einen Investitionszuschuss erhalte, wenn er als Bauherr auftrete. Der Verein bestehe in seinem Antrag jedoch darauf, dass die Stadt die Anlage baue, so Ullrich. "Wenn die Stadt Bauherr ist", klärte Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr auf, "muss normgerecht gebaut werden und dann wird‘s teurer".

"Jeder darf Anträge stellen"

Rat Roland Weißer gab zu bedenken, dass bei Zustimmung des Antrags damit gerechnet werden müsse, dass weitere Vereine ebenfalls Anträge einreichten. Es müsse klar kommuniziert werden, dass auch andere Vereine und Gruppen auf diesem Platz spielen dürften. Anderswo seien Beachvolleyballfelder durch Kommunen gebaut worden, die dafür Leader-Fördermittel bekommen hätten, wusste Weißer. Wie Ullrich klarstellte, stehe es jedem Verein aufgrund der Gleichbehandlung zu, Investitionsanträge zu stellen.

Basketballfeld kommt zurück

Für den Bau des Kleinspielfelds, welches am 1. Oktober in Betrieb genommen worden ist, musste das vorhandene Basketballspielfeld entfernt werden. Nun steht die Wiederherstellung an, die westlich des Kleinspielfelds geplant ist. Wie Ullrich erläuterte, reiche den Jugendlichen eine Ausführung in abgespeckter Version.

Vorsicht wegen Kanalbau-Arbeiten

Seitens der städtischen Abteilung Tiefbau wurden Bedenken angemeldet, weil für die Erschließung des Wohngebiets Kehlenstraße Kanalbauarbeiten im Bereich des Weiherwasengeländes erforderlich sind. "Auf jeden Fall müssen die Spielfelder so angelegt werden, dass der Bau der Kanaltrasse nicht behindert wird", forderte Ullrich und folgerte: "Sonst ist eine Realisierung erst in 2024 möglich." Bent Liebrich von der Abteilung Stadtplanung wies darauf hin, dass im Bereich des Kleinspielfelds kein Baurecht bestehe und ein solches noch geschaffen werden müsse.

Realisierung wenn möglich 2023

Einstimmig empfahl der Ortschaftsrat, für den Bau eines Beachvolleyballfelds Mittel in Höhe von 20 000 Euro in den Haushalt 2024 einzustellen. Ferner sollen für die Wiederherstellung des Basketballspielfelds 15 000 Euro bereitgestellt werden. Sollten die Standorte für die Spielfelder die Kanalbaumaßnahmen nicht behindern, sollen die Vorhaben mit außerplanmäßigen Ausgaben bereits in 2023 realisiert werden.