Die Initiatoren der Sportstättenkonzeption wollen gezielt private Sportler nach einem Stimmungsbild befragen. So gelangen Interessierte zur Umfrage.
Mithilfe einer Sportstättenkonzeption will die Stadtverwaltung Balingen mit Vereinen, Schulen und weiteren Nutzern der Sport- und Freizeitanlagen einen Masterplan erarbeiten, so dass die vorhandenen Sportstätten der Eyachstadt künftig noch besser genutzt und Synergien geschaffen werden können.
Mit Vereinen und Schulen kamen schon Dialoge zustande. Nun soll die Stimme der privaten Nutzer von Aktivpark, Bolzplätzen, Skateanlage und Co. gehört werden.
Diese können bis 31. Mai an einer Umfrage teilnehmen und ein Stimmungsbild zum Angebot der Sportanlagen abgeben. Aufmerksam machen auf die Umfrage sollen gut 40 Schilder, die im gesamten Stadtgebiet verteilt werden.
Simon Gross vom Reutlinger Büro „dreigrün“ war zu Gast in der Eyachstadt – mitgebracht hat er Holzpflöcke, Plakate sowie ein Rammeisen zum Befestigen. Über den gesamten Donnerstag fuhr Gross die Anlagen ab und brachte dort die Hinweisschilder an.
OB Dirk Abel befestigt erstes Schild
Wo macht Balingen Sport? Was läuft gut, was läuft schlecht? „Nehmt Euch fünf Minuten Zeit und beantwortet die Fragen rund um die öffentlichen Sportanlagen“, heißt es auf den Hinweistafeln. Per QR-Code können Interessierte starten.
Dort werden die Teilnehmer unter anderem gefragt, wie zufrieden sie mit dem öffentlichen Sportangebot sind. Es kann von „gar nicht zufrieden“ bis „sehr zufrieden“ angekreuzt werden. Abgefragt wird weiter, ob und welche Sportarten die Teilnehmer betreiben und ob aus Sicht der Befragten weitere Anlagen fehlen.
„Wir erhoffen uns aus der Umfrage, dass wir auch von Privatpersonen konstruktive Anmerkungen und Beiträge erhalten, die uns beim Erstellen der Sportstättenkonzeption helfen werden“, sagte Oberbürgermeister Dirk Abel im Aktivpark, wo er am Donnerstagmorgen die Ehre hatte, das erste Schild anzubringen.
Masterplan für den Gemeinderat
Mit Vereinsvertretern und den Schulen wurden bereits Gespräche geführt. „Diese verliefen bislang äußerst konstruktiv. Die Vertreter sind alle bemüht, eine ganzheitliche Lösung zu finden, die allen Akteuren zugutekommt“, sagten die Vertreter vor Ort.
In einem Vereinsworkshop kommende Woche sollen die Ergebnisse aus bisherigen Gesprächen zusammengetragen werden. Richtung Sommer komplettieren die Beiträge der Privatsportler den Infopool.
Mit diesen Anregungen können die Beteiligten letztlich in die Konzeptphase gehen und Kooperationen, Nutzungsmöglichkeiten und nötige bauliche Maßnahmen erarbeiten. Möglicherweise kann der Masterplan im Herbst bereits dem Gemeinderat präsentiert werden.
Schilder sind bereits verteilt
OB Abel stellt aber auch klar: „Wir sind erst in der Planungsphase.“ Mögliche Vereinskooperationen, geschweige denn Baumaßnahmen, liegen demnach in weiter Ferne. Die Umsetzung des Masterplans hängt zudem von der finanziellen Situation ab. Abel ist es dennoch wichtig, den Plan möglichst bald in der Schublade zu haben.
„Dieser gibt uns eine Gesamtübersicht und betrachtet das Thema Sportstätten großflächig. Nur damit können wir handeln und die verschiedenen Interessen der zahlreichen betroffenen Akteure berücksichtigen“, so Abel.
Die Hinweisschilder zur Umfrage finden Bürger etwa am Bolzplatz Schmiden, an der Bizerba-Arena, im Schulspielbereich der Lauwasenschule Heselwangen, beim Jugendclub Endingen und an vielen weiteren Sportanlagen – alle Ortsteile sind berücksichtigt.