Markus Schrieder präsentierte dem Jugendgemeinderat die Aktivitäten der evangelischen Altenhilfe. Foto: Stephan Hübner

Im Jugendgemeinderat St. Georgen ging es unter anderem um die Herausforderungen in der Altenpflege und ein neues Sportangebot.

Die Vorstellung der evangelischen Altenhilfe, Discos und die einer Sportanlage für Calisthenics waren Themen im Jugendgemeinderat.

 

Markus Schrieder, Geschäftsführer der evangelischen Altenhilfe, präsentierte den Jugendlichen eine Grafik der Alterspyramide, die jedoch kaum noch an eine Pyramide erinnert. Genau das sei eines der größten Probleme Deutschlands, für das es kein Patentrezept gebe und das mit hohen Kosten verbunden sei.

Schrieder stellte die Leistungen der evangelischen Altenhilfe vor – darunter Tagespflege, betreutes Wohnen, Pflege im Urlaub oder auch Beratungen und Schulungen zum Thema Pflege vor. Leider wolle niemand mehr in der Pflege arbeiten. Dabei sei dies inzwischen ein guter Beruf mit guten Verdienstmöglichkeiten bereits in der Ausbildung geworden.

Er lud die Jugendlichen herzlich ein, sich zu melden und vielleicht einen Tag oder auch nur ein paar Stunden Einblick in die Alten- und Pflegeheime zu bekommen. Denn: „Je mehr wir miteinander sprechen, desto besser wirds. Wir müssen wieder viel mehr zusammenhalten.“ Die Altenhilfe als diakonische Einrichtung könne das nicht alleine schaffen.

Fabienne Beha und Mareen Simon berichteten aus dem Gemeinderat – etwa über die Kriminalitätsstatistik oder millionenschwere Investitionen in die städtische Infrastruktur. Bürgermeister Michael Rieger gab bekannt, dass am Klosterweiher nächste Woche für eineinhalb Tage als Abschluss der Schlammabsaugung eine Tiefenmessung stattfinden soll.

Nachfolger in der Jugendbetreuung

Bekanntgegeben wurde, dass Philipp Gauger, bisher angestellt bei der Stiftung Lernen-Fördern-Arbeiten, die Nachfolge von Samira Bensmail für die Jugendbetreuung antreten wird. Leon Langer zeigte eine von ihm erarbeitete Präsentation für ein Projekt mit Turnbar-Sportgeräten wie Klimmzugstangen, Sprossenwänden, Hängeleitern oder Reckstangen. Ein erster Entwurf zeigte aus der Vogelperspektive eine kreisförmige Fläche mit dem St. Georgener Logo auf dem Boden, innerhalb derer die Geräte aufgestellt werden könnten. Außen herum gäbe es eine Laufstrecke mit einer Länge von 120 Metern.

Dank Einweisungen und Schulungen könne man Calisthenics professionell umsetzen und zertifizierte Turnbar-Outdor-Präventionskurse durch qualifizierte Trainer durchführen lassen. Die seien individuell an Fitnesslevel und Trainingsziele der Sportler anpassbar und die Geräte so verstellbar, dass sie auch für Kinder geeignet seien. Die Kosten für die Realisierung bezifferte Langer auf 100 000 Euro, wobei die Kurse zur Refinanzierung beitragen könnten.