Die Rückkehr auf den Platz ist schwerer als gedacht. Foto: Eibner

Die Inzidenzen sinken in Baden-Württemberg, doch der Sport hat es weiterhin schwer. Für einen geregelten Trainingsbetrieb kommt man um das ständige Testen momentan nicht herum. So  dürfen jetzt auch Kinder ab sechs Jahren nur auf den Fußballplatz, wenn sie negativ getestet wurden. 

"Wir haben mit guten Argumenten die Position des Sports vertreten. Es liegt auf der Hand, dass die derzeitige Auslegung der Corona-Verordnung der erfreulichen Entwicklung mit rückläufigen Inzidenzen in keiner Weise Rechnung trägt und die Strategie der Öffnungsschritte ad absurdum führt", betont wfv-Geschäftsführer Frank Thumm nachdrücklich. In der Praxis führe dies dazu, dass Ehrenamtliche nicht mehr bereit sind, einen Trainingsbetrieb anzubieten.

Ab welcher Inzidenz die Testpflicht im Sport wegfallen könnte, ist derzeit unklar. Die überarbeitete Corona-Verordnung, die in den nächsten Tagen erwartet wird, könnte Klarheit bringen. Derweil ist kontaktloser Freizeit- und Amateursport im Freien für Geimpfte und Genesene zulässig. Dies gilt für eine Gruppengröße bis maximal 20 Personen. 

Die Fußball-Verbände aus Südbaden (SBFV), Württemberg (wfv) und Baden (bfv) haben sich erneut an die Politik gewandt. Sie beklagen sowohl die mangelhafte Transparenz und Kommunikation – als auch die Regelungen an sich. "Wir haben mit großem personellem Aufwand die laufenden Fortschreibungen der Corona-Verordnung für den Fußball gemeinsam mit dem Kultusministerium aufgearbeitet, um Wege aufzuzeigen, wie ein Fußballtraining unter diesen Bedingungen möglich ist. Zwischenzeitlich müssen wir aber zu vielen Fragen die Antworten schuldig bleiben", bemängelt Siegbert Lipps, der Geschäftsführer des SBFV.

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