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Sport-Lockdown Auch Regionalliga Südwest macht dicht

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Ausgebremst. Ob Adrian Müller und die TSG Balingen Anfang Dezember tatsächlich wieder um Punkte kämpfen, steht noch in den Sternen. Foto: Kara

Deutschland ist in der Corona-Krise weiterhin ein Flickenteppich – bestes Beispiel. Die Fußball-Regionalligen. Eine einheitliche Regelung wird es für den Spielbetrieb für die fünf Viertliga-Staffeln in den kommenden Wochen nicht geben.

Seit Mittwoch ist klar: Die Regionalliga Südwest setzt bis zum 30. November mit dem Spieltrieb aus. Das hat die Spielkommission der Zuvor hatte die Liga bereits den 13. Spieltag gecancelt, der am Dienstag und Mittwoch hätte über die Bühne gehe sollen. Der Spielbetrieb soll ab dem 1. Dezember nur dann wieder aufgenommen werden, wenn in den Bundesländern Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland ab spätestens dem 17. November ein Mannschaftstraining unter Wettkampfbedingungen zulässig ist. "Es gab keine andere Alternative. Die Liga hatte keine andere Möglichkeit", sagt Jan Lindenmair, Geschäftsführer des Regionalligisten TSG Balingen. Der Grund: Das Land Rheinland-Pfalz – aus dem der FSV Mainz 05 II, der TSV Schott Mainz, der FK 03 Pirmasens und die TuS Rot-Weiß Koblenz in der Regionalliga vertreten sind, versagt den Viertligisten den Profi-Status. Die Entscheidung ist für Lindenmair jedoch ein zweischneidiges Schwert: "Wir hätten gerne weitergespielt, wie Sorgen bestehen, wie es weiter geht, ob eventuell eine Änderung des Modus möglich wäre. Auf der anderen Seite bin ich froh, dass wir nun Klarheit haben. Das wirtschaftlich Risiko ist auf kurzfristige Sicht geringer."

Schon Anfang der Woche war klar, dass die Regionalligen Nordost und Nord aussetzen aufgrund der Beschlüsse des Bundes und der Landesregierungen bis Ende November aussetzen. In Bayern deutete ebenfalls vieles auf eine Zwangspause hin, ehe der Bayerische Fußballverband (BFV) am Montag entschloss, seine Regionalliga-Teams vorzeitig in die Winterpause zu schicken. Der BFV-Vorstand wies jedoch darauf hin, dass der Trainingsbetrieb in angepasster Art zu gestatten, um weitere Schäden von den Klubs abzuwenden.

Die West-Staffel bekam vom Land Nordrhein-Westfalen den Profi-Status zugesprochen und erhielt am Montag grünes Licht dafür, die Runde fortzusetzen. Im Südwesten stand eine Entscheidung bis Mittwoch noch aus. Die Krux dabei: Gleich vier verschiedene Landesregierungen – der FC Bayern Alzenau hat sich spieltechnisch dem Hessischen Fußballverband angeschlossen – müssen die Viertliga-Kickern im Südwesten als Profis anerkennen. Erst dann dürften sie wieder trainieren. Werden sie als Amateursportler erachtet, dürfen sie den momentan geltenden Corona-Verordnungen entsprechend keine gemeinsamen Einheiten in öffentlichen oder privaten Sportstätten – denn die sind für Amateure und Breitensportler gesperrt – bestreiten.

Immerhin: Das Kultusministerium des Landes Baden-Württemberg stuft Mannschaften, die an Wettbewerben teilnehmen, die über die Landesgrenzen hinausgehen, als Profisportler ein. Dasselbe gilt für die Kicker in Hessen und im Saarland. Doch es wäre eben auch ein positiver Bescheid aus Rheinland-Pfalz nötig gewesen, um den Spielbetrieb tatsächlich – wenn auch vor leeren Zuschauerrängen – absolvieren zu können. Im Beschluss der Regionalliga heißt: "Eine Fortsetzung des Spielbetriebs (...) ohne die in Rheinland-Pfalz ansässigen Teilnehmer, denen unverschuldet aus öffentlich-rechtlichen Gründen die Austragung von Heimspielen am Vereinssitz im November 2020 unmöglich ist, würde zu massiven Verzerrungen des Wettbewerbs führen. Sie widerspräche den Grundwertungen der Spielordnung der Regionalliga Südwest, wonach Spielansetzungen im Rahmen der festgelegten Spieltage im Wechsel von Heim- und Auswärtsspielen grundsätzlich einheitlich erfolgen sollen (...). Das gilt erst recht in der aktuellen Situation, in der mit weiteren öffentlich-rechtlichen Beschränkungen im Lauf der Saison gerechet werden muss und bedauerlicherweise auch ein Abbruch – wie im Spieljahr 2019/20 – nicht ausgeschlossen werden kann."

Nun also ist das Problem mit einer Entscheidung der Regionalliga Südwest erledigt worden, die bei den beim Traditionsklub Offenbacher Kickers nicht gerade auf offene Ohren stoßen wird, denn die Hessen hatten die Liga in einem offenen Brief aufgefordert, den Spielbetrieb fortzusetzen, und angedroht, ihre Interessen auch vor Gericht durchsetzen zu wollen.

Die Entscheidung des Landes Baden-Württemberg gibt der TSG Balingen zumindest die Möglichkeit weiter am Ball zu bleiben "Wir haben zunächst einmal mit dem Training ausgesetzt, werden aber früh entscheiden, wann wir wieder einsteigen", sagt TSG-Geschäftsführer Lindenmair.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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