Der Bau der Lahrer Sport-Kita scheint vom Tisch, die Vereine dürfen aber weiter auf neue Spielstätten hoffen – und einen Zuschuss.
Wird auf der Dammenmühle ein Kindergarten gebaut oder nicht? Eine Frage, die auch nach der nicht-öffentlichen Sitzung des Technischen Ausschusses unbeantwortet bleibt. Immerhin gibt es eine Tendenz – und die lautet: Nein.
Nachdem sich bei einem informellen Treffen von Verwaltung und Gemeinderat am Montag keine Mehrheit für den Rathaus-Vorschlag pro Sport-Kita abgezeichnet hatte (wir berichteten), wurde das Thema am Mittwochabend auf Antrag aus Stadtratskreisen vertagt. Offenbar schieben sich Stadtspitze und Gremium gegenseitig die Verantwortung zu, das Thema voranzubringen: Erstere verweist auf den Grundsatzbeschluss von 2022, Letzteres fordert mehr Alternativen – vor allem, weil die Kosten für den ursprünglich geplanten Kita-Bau inklusive Vereinsheim für Tennis- und Hockeyclub sowie neuer Sportplätze mittlerweile auf mehr als 15 Millionen Euro taxiert werden, die Stadtkassen aber leer sind.
Wer übernimmt Verantwortung?
Antrag soll Thema voranbringen
Bewegung in die Sache könnte nach LZ-Informationen ein noch auszuarbeitender, fraktionsübergreifender Antrag bringen. Demnach soll die Verwaltung zeitnah mehrere Optionen inklusive Kostenberechnung vorlegen. Als relativ sicher gilt aktuell nur die Sanierung des maroden Hockeyplatzes, der Bau der Sport-Kita scheint indes sehr unwahrscheinlich. Nicht ausgeschlossen ist derweil ein städtischer Zuschuss an TC und HC für die Errichtung einer gemeinsamen Clubstätte.
Entscheidung im Oktober
Das letzte Wort hat freilich der Gemeinderat. Er soll nach nach wie vor gültigem Stand bei seiner Sitzung im Oktober final über das künftige Gesicht der Dammenmühle entscheiden.