Die alljährliche Ehrung südbadischer Sportler im Freiburger Olympia-Stützpunkt hat in diesem Jahr einen besonderen Anlass.
Wenn sich das Jahr seinem Ende entgegen neigt, gilt es Bilanz zu ziehen. Einer langen Tradition folgend, haben das Regierungspräsidium Freiburg (RP), der Badische Sportbund (BSB) sowie der Olympiastützpunkt Freiburg (OSP) zur alljährlichen Sportlerehrung eingeladen.
Der Ort war gut gewählt – denn dort, wo sich die Athleten fast alltäglich bei ihren schweißtreibenden Trainingseinheiten auf die Wettkämpfe und sportlichen Saisonhöhepunkte vorbereiten, gab es nun am OSP an der Schwarzwaldstraße die Proklamation für die Besten. Und als besonderes Highlight: Fußball-Weltmeister-Trainer Joachim „Jogi“ Löw wurde für seine großen Erfolge der Südbadische Sportpreis 2025 verliehen.
Die Südbadische Sportlerehrung ist das Stelldichein der Medaillengewinner bei Europa- und Weltmeisterschaften. In Abwesenheit der in Trainingslagern weilenden Wintersportler wurden 25 Athletinnen und Athleten aus verschiedenen Sportarten ausgezeichnet. Regierungspräsident Carsten Gabbert outete sich als großer, vielseitiger Sportfan. „Menschen, die im Sport erfolgreich waren, sind es auch im Beruf, dankte er den Vereinen mit ihren Trainern und Trainerinnen für das große ehrenamtliche Engagement, ohne dieses die sportlichen Erfolge nicht möglich wären.“
Gemeinsam mit Gundolf Fleischer überreichte er nebst Urkunde auch kleine Präsente. Der BSB-Präsident erinnerte in seinem Grußwort an die in diesem Jahr erfolgreich umgesetzten Projekte, wie die neue Flug-Simulationsanlage im Adler Skistadion von Hinterzarten und die Erweiterung der Biathlonanlage am Notschrei.
Das Highlight des Abends bildete zweifelsohne die Verleihung des Südbadischen Sportpreises 2025 an den erfolgreichen Fußball-Weltmeister-Trainer Joachim „Jogi Löw“. Der 65-jährige gebürtige Schönauer wurde als erster Trainer in die „Hall of Fame“ des Olympiastützpunkts Freiburg-Schwarzwald aufgenommen. Gundolf Fleischer betonte, „dass Löw in einer Reihe mit seinen Vorgängern als Nationaltrainer, Sepp Herberger, Helmut Schön und Franz Beckenbauer steht“.
Joachim Löw, der mit seiner Familie zur Proklamation kam, hat mit dem WM-Titel Sportgeschichte geschrieben. ARD-Sportreporter Tom Bartels, ein langjähriger Wegbegleiter und Kommentator des WM-Finale 2014, hielt nach einem Film-Einspieler die sehr persönliche und ebenso launige Laudatio auf den frisch gekürten Preisträger. „Ich hatte das große Glück bei einem Großteil der Veranstaltungen als Kommentar mit dabei zu sein. „Du hast ganz Großes geleistet, bist bodenständig und hast mir als Reporter das Vertrauen geschenkt“, so Bartels weiter.
Lange anhaltender Beifall brandete auf bei den anwesenden Sportlern und Ehrengäste.
Der ehemalige Bundestrainer Joachim Löw zeigte sichtlich gerührt. „Ich bin ein Kind der Region und habe hier gelernt, was Zusammenhalt und Teamwork bedeutet“, sagte Löw und nahm den Preis stellvertretend für alle Trainerinnen und Trainer entgegen, „sie sind das Rückgrat des Sports. Für mich gab es wichtige Werte, wie Disziplin, Engagement und Fairness. „Danke euch allen, dass ich immer ein Teil von euch sein durfte“.